Mintzlaff macht Sportdirektor-Frage zur Posse

RB Leipzig sagt dem Wunschkandidaten überraschend ab

RB Leipzig hat sich spontan dazu entschieden, dem bisherigen Wunschkandidaten für den Posten als Sportdirektor abzusagen und verkündet, dass die Alternativlösung erst nach dem Ende des Transferfensters präsentiert werden kann.

Von RBlive/msc Aktualisiert: 01.07.2022, 09:41
Oliver Mintzlaff entschied sich überraschend gegen die bisherige Wunschlösung, auch weil ein anderer Kandidat zur Stelle war.
Oliver Mintzlaff entschied sich überraschend gegen die bisherige Wunschlösung, auch weil ein anderer Kandidat zur Stelle war. Christian Schroedter

Das kommt überraschend: Nach über einem Jahr ohne die Besetzung des Sportdirektorpostens hatte RB Leipzig bis zum Start des Trainingslagers am 10. Juli den Namen präsentieren wollen, der seit Monaten geheim gehalten wird wie der Schatz der Tempelritter. Jetzt verriet RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff auf der vereinseigenen Webseite, dass auch diese selbstgesetzte Deadline wie so manche zuvor gerissen wird. Und gibt darüber hinaus bekannt, dass aus der oft beschworenen "1-a-Plus-Lösung" nichts wird.

Spontane Alternative als Grund für die Absage an die "1-A-Plus-Lösung"

"Kurzfristig" hätten sich "die Dinge anders entwickelt", so Mintzlaff. In den Wochen nach dem Pokalsieg am 21. Mai machte die Vereinsführung eine 180°-Wende und blies die Pläne mit der Wunschlösung in den Wind, die eigentlich unter Dach und Fach waren. Dafür gab es laut Mintzlaff die unterschiedlichsten Gründe, von denen nur keiner mit der Qualifikation und dem Profil des hochgelobten und nun im Vorfeld gechassten Kandidaten zu tun haben kann. Ein Grund sei, dass sich überraschend eine Alternative ergeben hat, die jetzt für RB "eine große Chance" sein soll.

Mintzlaff setzt auf die "richtige und langfristige Lösung"

Dass das Hin und Her um die Personalie von außen betrachtet ein seltsames Bild abgibt stört Mintzlaff nur am Rande. Er habe volles Verständnis, dass die Situation für Fans "unbefriedigend" ist. "Am Ende geht es aber nicht darum, die Öffentlichkeit zufriedenzustellen, sondern, um die richtige und langfristige Lösung im Sinne des Vereins und einer erfolgreichen Zukunft." Die Pläne dazu haben sich ein weiteres Mal geändert. Aber Mintzlaff versprach ebenso vollmundig, dass "alle meine bisher gewählten Worte im Zusammenhang mit dieser Personalie in die Tat umgesetzt" werden.