„Chance mit aller Macht nutzen” Werner verrät Schlüsselfaktoren gegen Hoffenheim
So will RB Leipzig das Überraschungsteam dieser Bundesligasaison bremsen. Der Schlachtplan für das Duell um die Champions-League-Qualifikation gegen die TSG Hoffenheim.

Leipzig – Der sogenannte „El Plastico” zwischen RB Leipzig und der TSG Hoffenheim wurde oft wegen der Struktur der beiden Retortenklubs belächelt. Doch hinsichtlich der spielerischen Qualität und der Spannung im Kampf um die Champions-League-Plätze ist das Spitzenduell diesmal zwischen Fünftem und Drittem an diesem Freitagabend (20.30 Uhr) kaum zu überbieten.
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„Wir sind uns der Bedeutung dieses Spiels bewusst, wir können nach vielen Wochen wieder einmal gleichziehen mit Platz drei”, betonte Trainer Ole Werner. „Jeder weiß, dass wir morgen eine riesige Chance haben, und die wollen wir mit aller Macht nutzen”, so der Coach vor dem wegweisenden Match. Das sei durchaus ein „besonderes Spiel, weil es gegen einen direkten Konkurrenten in der entscheidenden Phase der Saison geht. Die Möglichkeiten werden geringer, Dinge zu korrigieren.”
RB-Matchplan gegen Hoffenheim
Doch was braucht es nach der 0:1-Niederlage beim VfB Stuttgart am Sonntag, um das nächste Spitzenmatch binnen fünf Tagen diesmal auch zu gewinnen?
„Wenn man Schlüsselfaktoren herausziehen will, dann ist Hoffenheim eine Mannschaft, die sehr körperlich spielt. Sie lösen im Verteidigungsverhalten viele Situationen Mann gegen Mann, schaffen es immer wieder, Umschaltmomente durch clevere Fouls und ein gutes Zweikampfverhalten zu unterbinden”, analysierte Werner.
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Sein Team benötige Durchsetzungsfähigkeit gegen diese körperlich starke Mannschaft und präzise Umschaltmomente, „um schnell in die Tiefe zu kommen und den Ball gut zu bewegen und nicht irgendwo im Gegenpressing oder an taktischen Fouls hängenzubleiben”.
Das Rezept gegen Hoffenheims Positionswechsel
In der Offensive agieren die Gäste – Überraschungsmannschaft der Stunde in der Bundesliga – über häufige Positionswechsel. „Die bekommst du nur verteidigst, wenn du wirklich gute Abstände zueinander hast”, betonte Werner. Sowohl zwischen der letzten Kette und dem Keeper als auch zu den Seitenlinien. Entscheidend sei, „dass wir Räume kleinhalten, um auf Positionswechsel reagieren zu können und die Kompaktheit zu haben, damit du dich gegenseitig unterstützen kannst”.
Im eigenen Spiel fordert Werner Klarheit und Effizienz: „Wir wollen unser Spiel durchbringen, Angriffe schlau unterbinden und unsere eigenen Stärken ins Spiel bringen. Besonders auf die Offensivarbeit schaut er kritisch: „Wir arbeiten mit den Stürmern individuell.” Es sei „einfach ärgerlich, dass wir in der Effizienz in letzter Zeit viel liegen gelassen haben.”