Vor 3. Spieltag in Spanien Neue Hoffnung, alte Rolle: Gulacsi bei Villarreal bislang nur auf der Bank
Peter Gulacsi verließ RB Leipzig nach elf Jahren Richtung Villarreal. Doch beim spanischen Champions-League-Klub sitzt der 36-Jährige bislang hinter Luiz Junior auf der Bank.

Leipzig/hen – Elf Jahre war Peter Gulacsi Torhüter bei RB Leipzig, Einer der besten der Liga, Saison für Saison. Weshalb es ihn auch deshalb in diesem Sommer wegzog aus der zweiten Heimatstadt zum spanischen Champions-League-Vertreter FC Villareal: um nicht – wie in Leipzig – sicher die Nummer zwei sein zu müssen. Sondern um am Ende seiner Karriere zumindest die Chance auf einen offenen Konkurrenzkampf zu haben.
Peter Gulacsi sitzt seit zwei Spieltagen auf der Bank.
Nach RB-Abschied: starkes Spiel gegen Levante
In beiden Partien stand Luiz Junior im Tor, 25 Jahre jung, Brasilianer, top Anlagen – aber instabil. Und weil die Nummer drei des Klubs, Diego Conde zu Real Betis gewechselt ist, und weil die Nummer zwei, Arnau Tenas nach Mallorca ging, kam die Offerte für Gulacsi nach Leipzig. Ein Angebot, nicht automatisch Stammkeeper zu sein. Aber doch mit guten Chancen.
Daraus ist bislang nichts geworden. Einmal stand „Pete“ im Tor der „Submarinos“. Im Test gegen Levante. Einen Tag nach seiner Verpflichtung am 3. August. Villareal gewann 1:0, Gulacsi zeigte vor der Pause zwei Top-Paraden und das Sportblatt AS urteilte, ohne Gulacsi wäre Villareal nicht ohne Gegentor geblieben.
Gulacsi: "Ich nehme die Rolle an"
Wie es aktuell in dem 36-Jährigen aussieht, ist unbekannt. Bei seiner Vorstellung sagte er, dass er gewechselt sei, um für eines der „besten Teams Spaniens zu spielen und ich habe nicht gezögert“. Zum Konkurrenzkampf im Tor: „Ich bin gekommen, um mit den anderen Torhütern zu konkurrieren und damit wir alle das höchstmögliche Niveau erreichen.“ Zu sportlichen Perspektive: „Das ist es, was ich suche: diese Ambition, auf höchstem Niveau zu konkurrieren.“ Und über seine Rolle: „„Ich bin hier, um meine Qualitäten und meine Erfahrung einzubringen, und werde die Rolle akzeptieren, die mir zukommt.“
1,5 Millionen Euro hat der spanischen Vorsaisondritte wohl an RB gezahlt. Gulacsis Vertrag läuft bis 2028. Es ist also noch genügend Zeit, um seinen Trainer Iñigo Perez von sich zu überzeugen. Vorausgesetzt, Luiz Junior bietet einen Anlass zum Wechsel. Immerhin, die ersten zwei Spiele endeten für Villareal gegen Atletico Madrid und gegen Racing Santander jeweils 2:2. Vier Gegentreffer also in zwei Spielen, die nicht schuld der aktuellen Nummer 1 gewesen sind – aber auch keine Argumente für einen beendeten Konkurrenzkampf.