RB Leipzig

Orban mahnt nach Zitter-Schlussphasen: „Müssen wieder zu Null spielen”

Von Ullrich Kroemer 01.09.2019, 16:30
Falsch postiert: Nordi Mukiele lässt Breel Embolo außer Acht
Falsch postiert: Nordi Mukiele lässt Breel Embolo außer Acht imago/Jan Huebner

Die ersten Zuschauer auf der Haupttribüne im Gladbacher Borussia-Park hatten beim Stand von 2:0 für RB Leipzig ihre Plätze bereits verlassen, da wurde es plötzlich und unerwartet noch einmal spannend. Mönchengladbach hatte sich zuvor zwar aufopferungsvoll gemüht, sich aber im Angriff zu oft festgelaufen und auf die Flügel abdrängen lassen, um richtig Torgefahr zu entwickeln. So war es ein Freistoß aus gut 40 Metern und ein Abstimmungsfehler in der Leipziger Abwehr, die den Hausherren den Anschlusstreffer ermöglichten.

Nagelsmann: „Nach dem Anschlusstreffer gepennt”

Der kurz zuvor eingewechselte Nordi Mukiele schaute dem langen Ball nur verdutzt hinterher und sah, wie Breel Embolo, an dem auch RB mal interessiert war, völlig unbedrängt in die Luft stieg und wuchtig einköpfte (90.). Standards – das alte Schreckgespenst von RB, das in der Saison 2017/18 unter Ralph Hasenhüttl so viele Punkte und ein besseres Europapokal-Abschneiden gekostet hatten.

In dieser Spielzeit hatte RB bereits gegen Eintracht Frankfurt und mit Abstrichen im Pokal gegen Osnabrück wegen später Gegentore in der Schlussphase zittern müssen. So kritisierte Trainer Julian Nagelsmann: „Nach dem Anschlusstreffer haben wir ein bisschen gepennt, hatten in ein, zwei Situationen etwas Glück.”

Orban: „Müssen an der Konzentration arbeiten”

„Das ist etwas, was wir besser machen müssen. Dass wir diese Spiele dann auch zu Null gewinnen”, mahnte Kapitän Willi Orban. „Auch diesmal war es ein Tor, das eigentlich relativ einfach passiert und was wir auch besser lösen können. Das haben wir schon bewiesen.” Der Innenverteidiger kündigte an: „Da müssen wir an der Konzentration arbeiten. Dann schaffen wir es auch wieder, die Null zu halten. Das wird auch wichtig sein für das Gefühl für die nächsten Spiele.”

Auch Yussuf Poulsen grübelte: „Wir gewinnen die Spiele am Ende nicht überlegen, machen es immer spannend. Aber das war ein guter Freistoß, gut geschlagen und schwer zu verteidigen. Das kann mal passieren.” Und doch hätten ein paar Minuten Unachtsamkeit auch das gesamte Spiel, das RB in der zweiten Hälfte bis zu Embolos Treffer so souverän gestaltete, kosten können, wenn der Schweizer seine nächste Großchance kurz darauf ebenso verwandelt hätte. (RBlive)