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Österreich will nach Katar: Teamchef beruft Leipziger Ballräuber ins WM-Playoff-Aufgebot

Österreich darf wegen Nations-League-Erfolg weiter von erster WM-Teilnahme seit 1998 träumen. Teamchef Franko Foda arbeitet auf Bewährung.

Von RBlive/hen mit sid Aktualisiert: 15.03.2022, 16:32
Zwei alte RB-Kollegen: Bayerns Marcel Sabitzer (l.) und Leipzigs Konrad Laimer
Zwei alte RB-Kollegen: Bayerns Marcel Sabitzer (l.) und Leipzigs Konrad Laimer (imago/buzz)

Teamchef Franco Foda hat für das WM-Play-off-Spiel der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Wales am 24. März in Cardiff 14 Deutschland-Legionäre nominiert, darunter auch den Leipziger Konrad Laimer, der damit vor dem Duell mit Borussia Dortmund (2. April) seinem Trainer zu Übungszwecken nicht zur Verfügung steht.

Nur drei Siege aus acht Spielen

Dass die Österreicher überhaupt noch eine Chance auf die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im Dezember in Katar haben, liegt am mittlerweile kaum noch zu verstehenden Wirrwarr aus Wettbewerben, Punkten, Pools, kurzum dem Nebeneinander von EM, Nations League und WM-Qualifikationsspielen.

Österreich hatte in seiner Qualigruppe in acht Spielen zwar nur drei Siege geholt bei am Ende vier Niederlagen en suite, doch David Alaba und Co. hatten vergangene Saison den Pool B der Nations League gewonnen. Damit sind die Ösis drin in den Playoffs.

Mit Franko Foda als Teamchef grenzt an ein kleines Wunder. Der deutsche Trainer hatte das Quali-Desaster zu verantworten, dennoch bekam er das Vertrauen des Verbandes ausgesprochen. Das bestätigte ÖFB-Präsident Gerhard Milletich nach dem 4:1-Erfolg gegen Moldau im letzten Gruppenspiel.

Österreichs letzte WM-Teilnahme: 1998

Milletich habe sich bereits vor der Partie mit allen Beteiligten bei diesem Thema abgestimmt, dabei habe es die einhellige Meinung gegeben, dass Foda bleibt, sagte der 65-Jährige: "Wir werden sicher das Play-off im März mit Foda bestreiten. Er hat das Vertrauen verdient." Zuletzt war Österreich 1998 in Frankreich bei einer WM dabei.

Für Foda sprach auch, dass er auf einige Leistungsträger wie Xaver Schlager, Sasa Kalajdzic, Julian Baumgartlinger oder Stefan Lainer (allesamt Bundesligaprofis) verzichten musste, die mittlerweile zum Teil wieder fit sind. Es sei "ganz klar, dass nicht alles perfekt funktioniert", sagte Foda. "Im März sieht die Situation dann viel, viel besser aus, da haben wir alle Mann an Bord."

Im Kader der rot-weiß-roten Mannschaft stehen:
Die Abwehrspieler Martin Hinteregger (Eintracht Frankfurt), Stefan Lainer (Borussia Mönchengladbach), Philipp Lienhart (SC Freiburg), Stefan Posch (TSG Hoffenheim), Christopher Trimmel (Union Berlin), die Mittelfeldakteure Christoph Baumgartner (TSG Hoffenheim), Florian Grillitsch (TSG Hoffenheim), Konrad Laimer (RB Leipzig), Dejan Ljubicic (1. FC Köln), Marcel Sabitzer (Bayern München), Louis Schaub (1. FC Köln), Xaver Schlager (VfL Wolfsburg) sowie die Stürmer Michael Gregoritsch (FC Augsburg) und Sasa Kalajdzic (VfB Stuttgart).