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  5. Kurioses Pfosten-Triple im Finale der Conference League: Neuer Lärmrekord im RB-Stadion?

Kuriose Szene im Finale Palace holt den Pott: Pfosten-Triple und Lärmrekord im RB-Stadion?

Crystal Palace hat bei seiner ersten Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb die Conference League gewonnen. Im Gedächtnis dürfte von diesem Endspiel die legendäre Stimmung im Stadion von RB Leipzig bleiben und eine legendäre Szene, als der Ball dreimal in einer Szene ans Torgestänge prallte.

27.05.2026, 23:07
Boom, Boom, Boom, Boom: Jean-Philippe Mateta erzielte das Tor des Abends.
Boom, Boom, Boom, Boom: Jean-Philippe Mateta erzielte das Tor des Abends. (Foto: Robert Michael/dpa)

Leipzig/dpa/ukr – Triumphale Palast-Revolution: Oliver Glasner hat zum zweiten Mal binnen vier Jahren einen Europapokal gewonnen und den Londoner Mittelklasseclub Crystal Palace zum größten Erfolg seiner Geschichte geführt. Das Team des früheren Bundesliga-Trainers gewann das Finale der Conference League im Leipziger Stadion, wo sonst RB spielt, gegen den spanischen Vertreter Rayo Vallecano 1:0 (1:0). Vor 39.176 Fans schoss der ehemalige Mainzer Jean-Philippe Mateta (51. Minute) das entscheidende Tor und bescherte dem scheidenden Glasner den perfekten Abschluss.

Lesen Sie hier: Ausschreitungen in Leipzig vor dem Finale

Zur Vorbereitung auf das Spiel hatte Glasner, der 2022 in Sevilla mit Eintracht Frankfurt schon die Europa League gewonnen hatte, seine Profis tagsüber zum lockeren Fußball-Tennis gebeten. Sein Kalkül: Die Spieler sollten möglichst locker und mit freiem Kopf in das größte Spiel der Klubgeschichte gehen.

Erste Halbzeit für Defensiv-Gourmets

Die erste Hälfte war eher etwas für Defensiv-Gourmets. Zweikämpfe wurden mit hoher Aggressivität geführt, die Laufbereitschaft beider Mannschaften war enorm, Palace eroberte immer wieder wichtige Bälle. Das ging zu Lasten des Spiels. In der ersten Halbzeit gelang weder Palace noch Rayo ein Schuss auf das Tor. Drei Aufreger gab es dennoch. Nach 21 Minuten war Yéremy Pino auf dem Weg zum Rayo-Tor, wurde jedoch von Pathé Ciss gefoult. Schiedsrichter Maurizio Mariani zeigte die Gelbe Karte, auch eine Notbremse wäre allerdings argumentierbar gewesen.

Sehen Sie hier: Fan-Szenen aus dem Finale auf dem X-Kanal von RBlive

Nach rund 35 Minuten wurde das Spiel für rund drei Minuten unterbrochen. Ein Fan von Vallecano war offenbar eine Treppe hinuntergestürzt und musste medizinisch versorgt werden. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hatte Palace dann seine Großchance. Adam Wharton flankte aus dem Rückraum in den Strafraum, der völlig frei zum Abschluss kommende Tyrick Mitchell (45.+1) köpfte den Ball jedoch neben das Tor.

Triple-Kuriosum

Nach Wiederanpfiff hatte Wharton erneut eine Idee. Statt zu flanken, zog der Nationalspieler aus etwa 20 Meter ab. Rayo-Torwart Augusto Batalla wehrte den Ball nach vorn ab – direkt auf den Fuß von Mateta. Das Tor gab Palace Auftrieb – und Großchancen. 

Palace-Zehner Yeremy schlenzte einen Freistoß von halblinks außerhalb des Strafraums links oben an den Innenpfosten, von dem der Ball einmal quer durchs Tor an den rechten Innenpfosten und von dort zurück in den Strafraum prallte. Mateta lauerte einschussbereit, wurde aber von einem Gegenspieler gestört, sodass die Kugel nochmals ans Torgehäuse flipperte (55.). 

Neuer Lärmrekord im RB-Stadion

Dreimal Pfosten in einer Szene, das dürfte neben der gewaltigen Lautstärke vor allem der Palace-Fans, die in der im Alltag eher mäßig beschallten RB-Arena einen neuen Lärmrekord aufgestellt haben dürften, als Kuriosität in Erinnerung bleiben. Die ohrenbetäubenden Gesänge der Süd-Londoner drangen aus der Leipziger Schüssel bis weit in die angrenzenden Stadtviertel. Die Anhänger beider Teams sorgten für eine gewaltige Atmosphäre; zudem wurden sehenswerte Choreografien ausgerollt.

In den letzten 20 Minuten verteidigten die Londoner um Abwehrchef Maxence Lacroix alles weg, was in Strafraumnähe kam und feierten verdient den ersten europäischen Titel der Klubgeschichte direkt bei der ersten Teilnahme am Europapokal. 

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