Liveticker von der Pressekonferenz

Marco Rose stellt sich vor: „Fußball ist einfach!”

RB Leipzig hat Marco Rose am Donnerstag als neuen Trainer vorgestellt. Die Präsentation zum Nachlesen im Ticker.

Von Ullrich Kroemer Aktualisiert: 08.09.2022, 11:23
Marco Rose wird heute in seiner Heimatstadt Leipzig vorgestellt.
Marco Rose wird heute in seiner Heimatstadt Leipzig vorgestellt. (IMAGO / Matthias Koch)

Nur einen Tag nach der Entlassung von Domenico Tedesco wird Marco Rose als neuer Trainer von RB Leipzig präsentiert. RBlive ist mit einem Liveticker vor Ort, um die wichtigsten Aussagen zu dokumentieren.

9.55 Uhr: Der Nächste bitte! Willkommen beim Liveticker zur Vorstellung von Marco Rose als neuer Cheftrainer von RB Leipzig. Wir sind am Cottaweg und berichten live aus der PK.

10.04 Uhr: Die PK beginnt. Der Klubboss Oliver Mintzlaff erklärt zuerst die Entscheidung der Trennung von Domenico Tedesco. Es habe sehr vernünftige Gespräche gegeben und eine faire Verabschiedung. Aber: „Wir haben schon zum Ende der Rückrunde gespürt, dass das nicht der Fußball ist, den wir uns wünschen. Es fehlten Attraktivität und Dynamik.”

10.06 Uhr: Die Trennung sei keine reine Betrachtung der letzten fünf Bundesligaspiele, sondern die Zweifel begannen bereits im Frühjahr. „Der Effekt ist ausgeblieben, den wir uns gewünscht haben.”

10.08 Uhr: Mintzlaff habe nachts nach dem 1:4 noch mit Rose telefoniert. Der sagte nach fünf Sekunden des Überlegens: „Okay, ich machs, wenn ich so sofort gebraucht werde.”

10.08 Uhr: Rose korrigiert: „Ich habe schon zehn, 15 Sekunden gebraucht.”

10.09 Uhr: „Ich hatte eine kurze Nacht in Salzburg, bin früh hierher gekommen und wir haben ein paar Dinge besprochen. Es ist Stress, das muss man ganz klar sagen, weil ich noch nie einen Klub während der Saison übernommen habe.”

10.11 Uhr: Rose sagt: „Viel Energie, Power, Stimmung umkehren, damit wir wieder die Ergebnisse holen.”

10.12 Uhr: „Der Kader ist nicht sonderlich groß, aber sehr ausgeglichen besetzt, zentrumsorientiert, keine klassischen Flügelstürmer. Ein spannender Kader, der eine gute Struktur hat, auch eine gute Altersstruktur.”

10.13 Uhr: „Stabilität heißt für mich nicht, dass wir uns nur noch hinten reinstellen, sondern dass wir sie uns holen müssen über mehr Aktivität im Spiel, dass wir die Dinge wieder mehr in die eigene Hand nehmen. Es muss über aktives Vorwärtsverteidigen gehen.”

10.15 Uhr: Am Wochenende habe es den ersten Kontakt gegeben, sagt Rose. Dann ging es schnell. „Es geht für mich nicht darum, gut auszusehen in meinen ersten Spielen. Es ist eine spannende Woche, die gehen wir an.”

10.17 Uhr: „Es ist nie einfach in deiner Heimatstadt, die Leute erwarten viel von mir. Ich habe eine hohe Identifikation mit meiner Heimatstadt. Ein paar Dinge werden sich jetzt verändern.”

10.20 Uhr: „Wir werden miteinander reden als Mannschaft, wir sind ab sofort ein Team. Es geht über Atmosphäre und Stimmung. Die Mannschaft ist gut und hervorragend, das werden wir versuchen, auf den Platz zu bringen. Wir werden ab heute Nachmittag an Inhalten arbeiten.”

10.24 Uhr: Oliver Mintzlaff zum Verschleiß auf dem Trainerposten: „Du planst Dinge, und wenn sie nicht aufgehen, dann muss man reagieren. Wir haben mit Marco eine klare Überzeugung, was die Spielphilosophie angeht. Marco bringt all die Dinge mit, die uns in unserer DNA auszeichnen, er findet einen guten Mix aus Ballbesitz und Pressingelementen. Es ist eine glückliche Fügung, dass er verfügbar war. Er ist ein Trainer der sehr deckungsgleich ist mit unserer Philosophie. Wir wollen mit Marco zurück zur Kontinuität und Entwicklung. Dafür brauchst du einen Trainer, der etwas entwickelt. Das kann Marco hervorragend.”

10.26 Uhr: Rose über die Duelle gegen seine Ex-Klubs. „Wir spielen alle in einer Liga und irgendwann spielen wir ja eh gegen sie.”

10.27 Uhr: Rose über Eberl: „Ich würde mich über eine Zusammenarbeit sehr freuen. Ich hätte einen Mann an meiner Seite, der mir und uns als Verein sehr guttun würde.”

10.28 Uhr: Mintzlaff: „Die Laufzeit bis 2024 war für beide Seiten okay. Was nicht heißt, dass wir nicht mittelfristig gemeinsam planen und die Laufzeit des Kollegen Streich erreichen.” (Gelächter im Raum)

10.30 Uhr: Rose sagte: „Fußball ist einfach. Mannschaften, die es schaffen, hohe Energie, Intensität und Aggressivität aufs Feld zu bringen, sind sehr erfolgreich.”

10.33 Uhr: Mintzlaff: „Ich habe nicht zwingend eine Erwartungshaltung bezüglich der nächsten drei Spiele. Wir haben keinen Feuerwehrmann gesucht, sondern jemanden, der uns Stabilität zurückbringt. Niemand erwartet hier Wunder. Niemand wird mich nach zwei Spielen von einem beschissenen Start reden hören. Ich habe gestern auch die Mannschaft in die Pflicht genommen, dass sie verantwortlich ist für die Trainerentlassung.”

10.37 Uhr: Rose über die Spielvorbereitung gegen den BVB: „Wir kümmern uns vor allem um unseren Fußball.”

10.38 Uhr: Letzte Frage. Mintzlaff führt in Ruhe die Gespräche mit Eberl. „Ja, der Sportdirektor fehlt, das ist eine lange und keine glückliche Odyssee, aber wir haben hier kein Vakuum. Wir lassen uns nicht treiben.”

10.39 Uhr: Mintzlaffs Schlusswort: „Im Übrigen lassen wir den großen Pokal draußen am Cottaweg abbauen, damit alle wissen, dass das hier wieder ein Brot-und-Butter-Geschäft ist.”

10.40 Uhr: Das wars. Marco Rose hat sich hier überzeugend präsentiert, so wie es seine Art ist: ruhig, lässig, authentisch, geradlinig, verbindlich. Einer, der der Mannschaft auch kurzfristig Überzeugung verleihen kann. Damit verabschieden wir uns vom Cottaweg.