Erster Heimsieg für Zidane Vandevoordt kassiert vier Gegentore bei Premiere für Belgien
Lange sah es nach einer Überraschung für Belgien gegen Frankreich aus, doch dann wechselte Zinedine Zidane seine Stars um Bayern-Stürmer Michael Olise ein. Die liefern eine Show.

Paris/dpa/ukr – Bis zur 77. Minute hielt RB Leipzigs Keeper Maarten Vandevoordt bei seiner Premiere für Belgiens A-Nationalmannschaft seinen Kasten gegen Frankreich sauber. Doch dann schlug die Viertelstunde der Zauberer.
Lesen Sie hier: Schicksalsspiele für RB – Nur zwei komplette Trainingseinheiten für Demichelis
Als Frankreichs neuer Nationaltrainer Zinedine Zidane in der zweiten Hälfte seine Stammkräfte einwechselte, sorgten die Superstars für die Wende: Desiré Doué gelang der Ausgleich (77. Minute), Rayan Cherki legte vier Minuten später nach. In der Schlussphase lief dann die Show des Michael Olise, der nach seiner Vorlage zum Führungstreffer mit einem Doppelpack innerhalb von drei Minuten alles klarmachte (88., 90.+1).
Lukebakio überrascht Frankreich
Der erste Treffer des Abends war dem früheren Bundesliga-Profi Dodi Lukébakio in der 35. Minute gelungen. Nach einem feinen Pass hinter die französische Verteidigung lief der langjährige Stürmer von Hertha BSC völlig frei auf Frankreichs Tor zu und blieb im Duell mit Keeper Guillaume Restes eiskalt. Belgien hielt dem Druck der Franzosen im Stade de France lange stand, doch in der zweiten Hälfte wurde der Favorit zu übermächtig.
So feierte der WM-Halbfinalist den ersten Heimsieg unter Zidane gefeiert. Der zweimalige Weltmeister gewann im vierten Spiel der Nations League mit 4:1 (0:1) gegen Belgien. Mit dem Sieg in Paris baute Frankreich die Tabellenführung in der Gruppe A1 aus, Belgien rutschte wegen des 3:1 (1:0)-Erfolges von Italien gegen die Türkei auf Rang drei ab.
Bittere Viertelstunde für Vandevoordt und Belgien
Vandevoordt führte sich gut in das Spiel ein, rettete gegen Bradley Barcola, als er aus seinem Kasten eilte und einen Lupfer mit der Schulter abwehrte (12.). Einen Schuss von Cherki lenke er um den Pfosten (67.). Doch danach zog Doué in die Mitte und schloss zu platziert ins rechte untere Eck ab, als dass der Leipziger Tormann eine Chance gehabt hätte (1:1).
Vandevoordt agierte bei den übrigen drei Tore nicht schlecht, aber unglücklich. Cherkis Schuss aus kurzer Distanz nach Hereingabe von Olise parierte Vandevoordt eigentlich, doch der Ball flipperte noch ins Tor (2:1). Das 3:1 besorgte Olise mit einem Kullerball ins lange Eck, Vandevoordt lag bereits im Spagat am Boden und konnte nur noch hinterherschauen. Und beim 4:1 schoss ihm der frei stehende Olise einfach durch die Hosenträger.
Orban spielt vier Mal 90 Minuten
Die Ungarn indes revancierten sich für die Auftaktniederlage gegen die Ukraine und gewannen das Rückspiel im slowakischen Trnava mit 2:1. RB-Routinier Willi Orban stand zum vierten Mal innerhalb von zwei Wochen in der Startelf und lieferte jeweils über 90 Minuten hinweg eine gewohnt souveräne Leistung ab. Mit nun sieben Punkten belegen die Ungarn Rang zwei in ihrer Gruppe hinter Nordirland. Allerdings ist Orban neben Antonio Nusa der RB-Kicker mit den meisten Länderspielminten in den Knochen, bevor es in die heißen englischen Wochen bei RB geht.