Ein 1:4 gegen Newcastle war zu vielAus nach vier Jahren: Hasenhüttl beim FC Southampton entlassen

Von RBlive/dpa/msc Aktualisiert: 07.11.2022, 11:32
Ralph Hasenhüttl ist beim FC Southampton in England entlassen worden.
Ralph Hasenhüttl ist beim FC Southampton in England entlassen worden. imago/Colorsport

Der FC Southampton hat sich nach rund vier Jahren von seinem Trainer Ralph Hasenhüttl getrennt. Das gab der Club am Montag bekannt. Damit reagiert Southampton auf die sportliche Talfahrt in dieser Saison.

Nach Southamptons 1:4-Heimpleite am Sonntag gegen Newcastle United, die von den eigenen Fans mit Pfiffen quittiert wurde, belegt das Team als 18. der Premier-League-Tabelle einen Abstiegsplatz.

Hasenhüttl habe „einen bedeutenden Beitrag“ geleistet und dem Club einige erinnerungswürdige Spiele beschert, hieß es vom Verein. Außerdem habe der Österreicher „eine Schlüsselrolle in der Entwicklung der Vereinsinfrastruktur, der Identität und des Kaders“ gehabt, so die Clubverantwortlichen. „Trotzdem glauben wir, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Veränderung ist.“

FC Southampton trennt sich nach vier Jahren von Trainer Ralph Hasenhüttl

Hasenhüttl hatte nach seinem Aus bei RB Leipzig im Mai 2018 im Dezember desselben Jahres die Saints übernommen und mit dem Club jeweils den Klassenverbleib geschafft. In der laufenden Saison hatte das Team aus 14 Spielen aber nur drei Siege und drei Unentschieden geholt. Acht Spiele gingen verloren.

„Wir sind unter der Linie und im Moment in einer sehr schweren Situation“, hatte der 55-Jährige nach der Niederlage am Sonntag eingeräumt. Mit ihm verlässt auch Co-Trainer Richard Kitzbichler den Verein.

Am Mittwoch spielt der FC Southampton im Ligapokal zuhause gegen Sheffield Wednesday an. Dann wird Rubén Sellés, Trainer der zweiten Mannschaft, das Team interimsweise betreuen. Ein permanenter Nachfolger für Ralph Hasenhüttl solle zu gegebener Zeit verkündet werden, hieß es.

Hasenhüttl wurde mit RB gleich Vizemeister

Zuvor trainierte Hasenhüttl zwei Jahre lang RB Leipzig, aber wollte seinen Vertrag dann nicht mehr verlängern, sodass die Sachsen stattdessen Ralf Rangnick installierten.

Nach dem Aufstieg in die Bundesliga war Hasenhüttl Rangnicks Wunschtrainer und schaffte es in der Debütsaison gleich überraschend in die Champions League. In der Hinrunde hielt RB sogar drei Spieltage auf Platz eins, blieb dann aber für den Rest der Saison Zweiter und feierte die Vizemeisterschaft.