Hinrundenbilanz der RB-profis: mittelfeldVon Rose wachgeküsst: Dieser Spieler stach nach Noten alles aus

Wer hatte den besten Notendurchschnitt, wer den schlechtesten, und wie haben sich die RB-Spieler bis zur WM-Pause geschlagen? Wir haben hingeschaut und nach jedem Pflichtspiel die Leistungen bewertet. Dies ist unsere Gesamteinschätzung.

Von Martin Henkel Aktualisiert: 20.11.2022, 17:00
So haben sich die Spieler aus dem Kader von RB Leipzig in der Hinrunde präsentiert.
So haben sich die Spieler aus dem Kader von RB Leipzig in der Hinrunde präsentiert. imago/Picture Point LE/kolbert-press/osnapix

Wer hatte den besten Notendurchschnitt, wer den schlechtesten, und wie haben sich die RB-Spieler bis zur WM-Pause geschlagen? Wir haben hingeschaut und nach jedem Pflichtspiel die Leistungen bewertet. Wobei es nicht alle Spieler in die Gesamtbetrachtung schaffen, denn nicht jeder hatte genug Spielzeiten, um seine Leistungen seriös einschätzen zu können.

Dazu zählen: Ein-Spiel-Ersatzkeeper Örjan Nyland (eine Bewertung, 90 Minuten), Hugo Novoa (zwei Bewertungen, 257 Minuten), Lukas Klostermann (eine Bewertung, 90 Minuten) und Yussuf Poulsen (zwei Bewertungen, 247 Minuten).

Das sind unsere Ergebnisse und Gesamteinschätzungen, unterteilt in Abwehr, Mittelfeld und Offensive. Heute Teil 2: das Mittelfeld

Konrad Laimer (zentrales, defensives Mittelfeld): Die Saison für die Stammkraft auf der Sechs begann mit dem Hickhack um einen möglichen Wechsel zum FC Bayern. Der Klub schob dem einen Riegel vor, Laimer fügte sich - und startete mit einer Sprungelenkverletzung in die Saison. Vier Ligaspiele später sowie einem Einsatz im Supercup und DFB-Pokal - und Laimer verletzte sich schwer am Syndesmoseband. Bis dahin waren seine Auftritte Licht wie Schatten seiner Spiele aus der Vorsaison. Durchschnittsnote: 3,20 (fünf Bewertungen)

Gewinner unter Rose

Xaver Schlager (zentrales, defensives Mittelfeld): Der Zugang vom VfL Wolfsburg war der Verlierer des Kaders unter Domenico Tedesco zu Beginn der Spielzeit - und der große Gewinner unter Nachfolger Marco Rose. Nicht nur, weil Laimer nach dem 6. Spieltag ausfiel. Sondern weil Rose den Österreicher aus Salzburger Zeiten kennt - und schätzt. Mit viel Übersicht, Laufbereitschaft, klugem Pressingverhalten und einer immerfort kämpferischen Einstellung stabilisierte der 25-Jährige das defenisve Leipziger Zentrum. Am Ende der Englischen Wochen nicht mehr wegzudenken aus dem RB-Spiel. Durchschnittsnote: 2,66 (16 Bewertungen)

Kevin Kampl (zentrales, defensives Mittelfeld): Bekam die schlechteste Durchschnittsnote aller Stammkräfte oder häufig eingesetzten Spieler. Pendelte zwischen Startelf und Ersatzbank und schaffte es selten auf das Vorjahresniveau. Wirkte, als er hätte er nicht richtig aus den Feierlichkeiten nach dem Pokalsieg herausgefunden. Im Spielaufbau oft zu umständlich und die Konter verlangsamend, gelangen ihm auch in der Defensive keine stabilen Vorstellungen. Durchschnittsnote: 3,57 (14 Bewertungen)

Amadou Haidara (zentrales, defensives Mittelfeld): Wie Schlager auf dem Abstellgleis, reaktivierte Rose seinen früheren Salzburg-Schützling und verhalf ihm zu Topleistungen gerade in der Champions League gegen Celtic Glasgow und Real Madrid. Wurde gegen Ende der Englischen Wochen durch eine Verletzung ausgebremst. Kombinierte aggressives Verteidigen mit Leidenschaft und energischem Angriffssspiel. Seine Anfälligkeit für Ballverluste in sensiblen Zonen blieb aber bestehen. Durchschnittsnote: 2,95 (elf Bewertungen)

Lehrbuchreif nach Comeback

Dominik Szoboszlai (offensives Mittelfeld): Spielte zu Beginn der Saison wie die vorherige: mit viel Talent, aber wenig Durchschlagskraft. Sein ehemaliger Salzburg-Trainer Rose änderte seine Einstellung radikal, seither ist der Unger überall zu finden, wo es brenzlig wird und Technik, Klugheit sowie Selbstvertrauen gefragt sind. Hat sich zur Stammkraft entwickelt und zeigt sein Potenzial, ein Unterschiedsspieler zu werden. Schoss zwei Tore und bereitete zwölf (!) vor. Durchschnittsnote: 2,59 (20 Bewertungen)

Dani Olmo (offensives Mittelfeld): Startete stark und verletzungsfrei in die Saison als Stammkraft unter Tedesco. Verletzte sich aber am 5. Spieltag (gegen Frankfurt) am Knie - und kam erst knapp zwei Dutzend Partien später wieder zum Einsatz. Zeigte mit seinem Comeback, dass er vor allem mit Christopher Nkunku perfekt harmoniert und torgefährlich ist. Herausragend sein Spiel gegen Hoffenheim (3:1), in dem er einen Treffer erzielte und einen - leider zurückgenommen - im Zusammenspiel mit Nkunku lehrbuchreif einleitete. Durchschnittsnote: 2,38 (acht Bewertungen)

Emil Forsberg (offensives Mittelfeld): Kam  zu 21 Einsätzen und blieb verletzungsfrei. Hatte beim Debüt von Rose seinen besten Auftritt gegen den BVB, als er wie in besten Zeiten sowohl in der Offensive als auch beim Gegenpressing extrem präsent war. Gemessen an seinem Alter (31) blühte auch der Routinier unter Rose auf und ist sowohl als Startelf- als auch als Ersatzspieler eine verlässliche Größe. Traf selbst vier Mal und bereitete fünf Treffer vor. Durchschnittsnote: 2,96 (13 Bewertungen*)

*Es wurden bei den einzelnen Partien immer nur Spieler benotet, die vor der 70. Minute zum Einsatz kamen.