Beichte nach dem Wiedersehen bei RB Leipzig

Henrichs sah in Nkunku "keinen so guten Spieler"

Von RBlive/msc Aktualisiert: 20.04.2022, 16:53
Heute jubeln sie gemeinsam bei RB Leipzig: Benjamin Henrichs und Christopher Nkunku.
Heute jubeln sie gemeinsam bei RB Leipzig: Benjamin Henrichs und Christopher Nkunku. imago/Picture Point LE

Gegen Union Berlin will Benjamin Henrichs mit RB Leipzig unter allen Umständen das DFB-Pokal-Halbfinale an diesem Mittwochabend (20.45 Uhr/ARD und Sky) gewinnen, um den dritten Finaleinzug klarzumachen. "Wir haben noch eine Rechnung mit ihnen offen", sagte er gegenüber der Sport Bild (Mittwoch), denn das Duell mit den Ostberlinern in der Bundesliga ging mit 1:2 verloren.

Henrichs wollte bereits den Verein verlassen

Dabei wäre er fast schon abgewandert, bevor es überhaupt in die Crunch-Time der Saison ging. Trainer Domenico Tedesco ist für Fußball-Nationalspieler Benjamin Henrichs der entscheidende Grund für seinen Verbleib bei RB Leipzig. Weil er zuvor unter dem US-Amerikaner Jesse Marsch keine Rolle spielte, trug sich Henrichs nach eigenen Worten mit ernsthaften Wechselgedanken. "Denn die Zeit war schwierig, auch in der öffentlichen Wahrnehmung. Dass Domenico Tedesco kam, war der Knackpunkt", so Henrichs. Der neue Coach setzte genau um, was er ihm im Gespräch versprach und gewann damit an Vertrauen, die Wechselgedanken waren vom Tisch.

Klebstoff für das Team

Seine Rolle geht aber über die auf dem Platz hinaus. Für das Team ist seine Integrationsfähigkeit zentral. "Mir ist zum Beispiel wichtig, dass ich alles für die ausländischen Spieler übersetze. Ich kenne es aus Monaco und weiß, wie man sich fühlt, wenn man nicht alles mitbekommt", sagt Henrichs. Dort hatte sich Diego Benaglio um ihn gekümmert und menschlich habe er viel gelernt, auch wenn es sportlich für ihn in Frankreich eine verschenkte Zeit war.

Nkunku und Henrichs beim Duell in der Ligue1.
Nkunku und Henrichs beim Duell in der Ligue1.
imago/ PanoramiC

Henrichs: "Nkunku war kein so guter Spieler"

Eine interessante Anekdote hat er aber auch dazu. Mit der AS Monaco traf er bereits auf Christopher Nkunku, als der noch für Paris St. Germain spielte. Auf ihrer jeweiligen Seite kam es sogar zum direkten Duell des heutigen Offensivshootingstars mit dem Defensivsenkrechtstarter der Rückrunde. Henrichs war allerdings überhaupt nicht beeindruckt von den Dribbelkünsten des Franzosen. "Als ich nach Leipzig kam, hatte ich ihm gesagt, dass ich damals dachte, er ist kein so guter Spieler. Für den Gedanken habe ich mich bei ihm entschuldigt", sagt er heute.

Rückrunde als Maßstab für Angriff auf die Bayern

Wenn Spieler wie Nkunku bleiben würden, könnte RB Leipzig eine Qualität entwickeln, die auch den Dauermeister wieder unter Druck setzen kann. "Um Bayern anzugreifen, brauchen wir Konstanz. Leipzig war schon öfter nah dran, ist dann aber leider eingebrochen. Die laufende Rückrunde sollte der Maßstab sein, an dem wir uns orientieren."