Nach Tod seines Bruders Ein Abschied in Trauer: Kevin Kampl sagt RB und der Bundesliga Lebewohl
Ein leiser Abschied von der großen Bühne: Kevin Kampl verlässt RB Leipzig nach dem Tod seines Bruders und stellt sein Leben neu auf. Dafür zieht er mit Frau und Kindern zu seiner Familie in den Geburtsort Solingen.

Almancil/Leipzig – Kevin Kampl verlässt RB Leipzig und die Bundesligabühne. Wie Spieler und Klub am Samstag mitteilten, lösen sie den gemeinsamen Vertrag zum 31. Januar auf. Damit endet aller Voraussicht nach auch die Profi-Karriere des 35-Jährigen, die über Stationen wie Dortmund, Leverkusen und Salzburg 2017 zum Red-Bull-Klub aus Sachsen kam.
RB würde Kampl gern halten
Am 17. Januar beim Heimspiel gegen den FC Bayern München wird Kampl offiziell verabschiedet. Für immer muss es aber nicht sein. Es ist ein offenes Geheimnis, dass RB den charismatischen Mittelfeldspieler gern in den Klub integrieren möchte und ihm für eine Rückkehr alle Türen offen hält.
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Die Gründe für den nicht unerwarteten, aber doch recht plötzlichen Abschied sind privater Natur. Im Oktober verstarb mit 51 Jahren plötzlich Kampls älterer Bruder Seki, zudem soll sein Vater (81) schwerkrank sein, weshalb der gebürtige Solinger entschieden hat, zu seiner Familie zu ziehen, um ihr zu helfen. Seine Frau und die beiden Kinder begleiten ihn.
Abtrainieren in Solingen?
Ob Kampl sofort aufhört, Fußball zu spielen, ist noch nicht entschieden. Ein Karriereausklang bei einem Solinger Verein ist denkbar, auch um nach fast 30 Jahren im Leistungssport abzutrainieren.
Für Rasenballsport bestritt Kevin Kampl 283 Spiele, schoss 13 Tore und bereitete 23 Treffer vor. Der eher schmächtige und kleine Mittelfeldstratege wurde bei Bayer Leverkusen ausgebildet und gelangte über Klubs wie Greuther Fürth, Aalen und Osnabrück im Oberhaus-Fußball: erst in Österreich, danach in der Bundesliga. Zudem war Kampl slowenischer Nationalspieler und spielte 28 Mal für das Heimatland seiner Eltern.
In dieser Saison kam er für RB noch dreimal zum Einsatz, jeweils für eine Minute. Sein Vertrag wäre im Sommer ausgelaufen. Nach dem Tod seines Bruders hatte er seinen Klub um Freistellung gebeten, die dieser ihm gewährte. Mit RB gewann er zweimal den DFB-Pokal (2023 und 2024).