Die RB-Profis bei der WM: Abdou Diallo

Gegen die Niederlande: Diallos Auswechslung beinflusst Senegals WM-Einstand

Von RBlive/hen, sid Aktualisiert: 22.11.2022, 11:34
RB-Leihspieler Abdou Diallo bei seinem ersten WM-Spiel
RB-Leihspieler Abdou Diallo bei seinem ersten WM-Spiel (imago/shutterstock)

Der erste RB-Profi ist in die WM gestartet, Abdou Diallo mit dem Senegal. Der Leihspieler von Paris Saint-Germain war unmittelbar beteiligt an der Start-Niederlage des Afrikameisters gegen die Niederlande. Der Innenverteidiger musste in de 62. Minute beim Stand von 0:0 vom Platz. 22 Minuten später hatte die Elftal zum ersten Mal die Defenisve der Afrikaner überwunden, am Ende hieß es 2:0 für die Europäer.

Gakpo: "Wir waren nicht konzentriert genug"

Aus Sicht der Niederländer fühlte sich das an wie ein Stotterstart. Bedanken durfte sich die Elf von Trainer Louis van Gaal bei einem Debütanten. 94 Minuten lang hatte van Gaal auf der Bank verbracht, gegrantelt, die Stirn gerunzelt und verärgert gestikuliert. Erst bei der Auswechslung seines Matchwinners erhob sich der Bondscoach und nahm Cody Gakpo mit einem Lächeln in den Arm. Der 23-Jährige von der PSV Eindhoven hatte den Bann gebrochen, ehe der Ex-Bremer Davy Klaassen (90.+9) zum 2:0 (0:0) gegen den Senegal traf.

"Das sorgt für ein gutes Gefühl", sagte Gakpo, "aber wir waren nicht konzentriert genug, wir können es noch viel besser." Sein Tor in der 84. Minute hatte den lange uninspirierten und fahrigen WM-Mitfavoriten gegen den Afrikameister erlöst, der auch ohne den verletzten Bayern-Star Sadio Mane Chancen auf den Sieg besaß. Van Gaal und die Niederlande durften sich bei Debütant Andries Noppert bedanken, der Riese im Tor bewahrte die Elftal vor einem Rückstand.

Bei ihrer Rückkehr auf die WM-Bühne, das Turnier in Russland 2018 hatten die Niederländer ebenso wie die EM 2016 verpasst, geht es in der Vorrunde noch gegen Ecuador und den schwachen Gastgeber Katar. Alles andere als Platz eins in der Gruppe A wäre eine Enttäuschung. "Wir haben mehr Qualität als 2014, als wir bereits Dritter geworden sind. Wir können Weltmeister werden", hatte van Gaal gesagt.

Der 71-Jährige begann die Mission mit Münchens Matthijs de Ligt in der Dreierkette neben Kapitän Virgil van Dijk, dahinter setzte er im Tor überraschend auf Noppert, mit 2,03 m der größte aller WM-Spieler. Der 28-Jährige vom SC Heerenveen kam somit zu seinem ersten Länderspiel für den dreimaligen WM-Zweiten, der sich so sehr den ersten Titel wünscht.

De Ligt wackelt

Der Riese im Kasten musste im mit 41.721 Zuschauern besetzten Al-Thumama-Stadion zunächst auf der Hut sein, weil der Senegal auch ohne Mane selbstbewusst nach vorne spielte - angetrieben von rhythmischen Trommeln und Trompeten. Der frisch operierte Mane hatte aus dem Krankenstand angekündigt, seine "Teamkollegen werden gemeinsam kämpfen, um unser Land zu ehren".

Die Niederlande setzten dem Kampfgeist und dem Tempo ihr Kollektiv entgegen. Der "Gruppe von Freunden" (de Ligt) fehlte jedoch die gewohnte Souveränität, sie hatte dennoch die ersten großen Möglichkeit: Steven Bergwijn (4.) verpasste nach einem Pass von Gakpo knapp, Frenkie de Jong (19.) zögerte zu lange.

Zufrieden sein konnte van Gaal dennoch nicht, de Ligt wackelte ein ums andere Mal gegen Mane-Ersatz Ismaila Sarr, auch van Dijk strahlte keine Ruhe aus. In der Offensive fehlte zunächst Memphis Depay, der nach einer Oberschenkelverletzung nach einer Stunde sein Comeback gab. Im Mittelpunkt stand dann aber Noppert, der reaktionsschnell Senegals Führung durch Boulaye Dia (65.) verhinderte.

Bis in die Schlussphase forderten die Afrikaner den Favoriten - der dann aber doch noch zuschlug: De Jong zog eine Flanke gefährlich an den Fünfmeterraum, Gakpo war mit dem Kopf vor Edouard Mendy am Ball. Der eingewechselte Klaassen sorgte für den Endstand.