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  5. RB verkauft Sani mit Gewinn in die Wüste: Warum der Transfer Fragen aufwirft

Verkauf nach Saudi-Arabien Acht Monate, kein Einsatz, Transferplus: Was war eigentlich der RB-Plan mit Sani?

Suleman Sani verlässt RB Leipzig nach nur acht Monaten ohne Pflichtspieleinsatz schon wieder. Finanziell macht der Klub dabei sogar ein Plus – sportlich bleibt die Frage, wofür der Wintertransfer eigentlich gedacht war.

Aktualisiert: 07.09.2026, 13:51
Kein Spiel in acht Monaten für RB: Suleman Sani zieht weiter nach Saudi-Arabien.
Kein Spiel in acht Monaten für RB: Suleman Sani zieht weiter nach Saudi-Arabien. Foto: Imago/Motivio

Leipzig/hen - Suleman Sani verlässt RB Leipzig nach nur acht Monaten schon wieder. Nach Informationen von RBlive ist der Transfer des Nigerianers zum saudi-arabischen Klub Al-Qadsiah abgeschlossen. Sky hatte zuerst über den Vollzug berichtet. Offiziell kommuniziert haben die Vereine den Wechsel bislang noch nicht.

Acht Millionen Euro im Gesamtpaket

Dem Bericht zufolge erhält RB für den 20-Jährigen ein Gesamtpaket von rund acht Millionen Euro inklusive möglicher Boni. Leipzig hatte Sani erst im Januar für etwas mehr als fünf Millionen Euro vom slowakischen Erstligisten AS Trencin verpflichtet. Damit erzielt RB mit dem Transfer ein Ablöseplus – obwohl Sani kein einziges Pflichtspiel für den Klub bestritt.

Zurück bleibt die Frage, warum Leipzig den Flügelspieler überhaupt verpflichtet hatte. Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer bezeichnete den Transfer damals ausdrücklich als „Vorgriff auf den Sommer“. Die Möglichkeit, Sani bereits im Winter fest zu verpflichten, habe sich ergeben. Perspektivisch sollte er RB auf den Flügeln breiter und variabler machen. Sein Vertrag lief bis 2031.

Sani wird sich woanders entwickeln

Der Transfer fiel noch in die Amtszeit von Ole Werner. Der damalige Trainer hatte im Frühjahr erklärt, dass Sani bewusst Zeit zur Eingewöhnung bekommen sollte. Er müsse sich zunächst an das höhere Spieltempo gewöhnen. Hinzu kam eine Bänderverletzung, die ihn nach seiner Ankunft mehrere Wochen zurückwarf.

Werner dürfte für die Verpflichtung allerdings nicht allein verantwortlich gewesen sein. Transfers werden bei RB von der sportlichen Leitung geplant und beschlossen. Schäfer hatte Sani bei dessen Vorstellung als „hochtalentierten, jungen Flügelstürmer“ bezeichnet, der alle Anlagen für die nächsten Entwicklungsschritte mitbringe.

Diese Entwicklung wird Sani nun nicht in Leipzig nehmen. Nach der Trainertrennung von Werner und dem anschließenden Umbau des Kaders gehört der im Winter noch langfristig verpflichtete Perspektivspieler bereits wieder zu den Abgängen.