Sechster sieg in folge in berlin

Platzverweis für Kempf, Doppelpack Nkunku: RB demütigt die Hertha erneut

Hertha BSC bleibt der Lieblingsgegner von RB Leipzig. Auch das sechste Duell im Berliner Olympiastadion ging mit 6:1 (1:0) deutlich an die Gäste aus Sachsen.

Von Ullrich Kroemer Aktualisiert: 21.02.2022, 09:11
Zwei Torschützen gegen die Hertha zusammen: Benjamin Henrichs (l.) und Christopher Nkunku
Zwei Torschützen gegen die Hertha zusammen: Benjamin Henrichs (l.) und Christopher Nkunku (imago/jan huebner)

Hertha BSC bleibt der Lieblingsgegner von RB Leipzig. Auch das sechste Duell im Berliner Olympiastadion ging mit 6:1 (1:0) deutlich an die Gäste aus Sachsen. Nach einer Stunde dezimierte sich die Hertha selbst und ging in der letzten halben Stunde zu zehnt unter. So schoben sich die Leipziger am späten Sonntagabend in der Tabelle eindrucksvoll wieder zurück auf Rang vier.

Acht Spieler fehlen wegen Corona

Sieben Mal rotierte Trainer Domenico Tedesco nach dem 2:2 gegen Real Sociedad und betraute Amadou Haidara mit der alleinigen Sechser-Rolle im Zentrum. Hertha musste notgedrungen ebenfalls umbauen – gleich acht Spieler fehlten wegen Corona-Infektionen.

Favorit RB übernahm vor den 10.000 Fans im verregneten Berlin – darunter etwa 500 RB-Anhänger – von Beginn an die Kontrolle. Nordi Mukiele hatte nach feinem Pass von Christopher Nkunku die erste Chance, verzog aber von der rechten Seite (9.). Links machte es Benjamin Henrichs, der den erkrankten Angeliño vertrat, besser und erzielte im Nachschuss die frühe Führung; der erst 17-jährige Linus Gechter fälschte entscheidend ab (20.).

Kempf reißt Nkunku um

Die abstiegsbedrohte Hertha hatte nur zwei, drei Vorstöße durch Ishak Belfodil per Kopf (23.) und Stevan Jovetic mit einem direkten Freistoß (36.). Doch RB machte zu wenig aus der Überlegenheit. Vielversprechende Balleroberungen versandeten durch Ungenauigkeiten im und am Strafraum. Da fehlten Fokus, Klarheit und Zielstrebigkeit – Leipzig hätte die Führung gegen 45 Minuten lang passive Berliner zwingend erhöhen müssen.

So zog die Hertha plötzlich die Zügel an. Nach einem Ballverlust von Haidara war das gesamte Mittelfeld entblößt, Jovetic marschierte 30 Meter und zog dann vor der Strafraumkante unbedrängt zum Ausgleich ab (48.). Die Hausherren rochen Lunte und konterten munter weiter. In kurzer Zeit hatte der Montenegriner Jovetic zwei weitere Topchancen (50., 54.).

Es bedurfte erst der präzisen Vorlagen des eingewechselten Dani Olmo und des plumpen Einsteigens von Hertha-Verteidiger Marc Oliver Kempf, der Nkunku im Strafraum von hinten umriss und Rot sah (62.). Der Gefoulte verwandelte den Strafstoß selbst sicher (64.) und legte kurz darauf das 3:1 nach – wieder nach Hereingabe von Olmo (68.). Der Spanier riss die Partie an sich und machte mit dem 4:1 (74.) alles klar. Haidara (82.) und Poulsen (88.) machten das Hertha-Debakel perfekt.

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