Alexander sörloth

"Das Leben lächelt": Norweger will RB gern dauerhaft verlassen

Von Martin Henkel 22.11.2022, 12:03
Würde RB gern den Rücken kehren: Alexander Sörloth
Würde RB gern den Rücken kehren: Alexander Sörloth (imago/marca)

Alexander Sörloth wirbt für einen Wechsel von RB Leipzig zu Real Sociedad San Sebastion, seinem aktuellen Leihklub. Nach dem letzten Testspiel des Jahres mit Norwegen gegen Finnland (1:1), in dem Sörloth den Treffer für die Norweger erzielte, sagte der 26 Jahre alte Stürmer der Tageszeitung Dagbladet auf die Frage, ob er gern in Spanien bleiben möchte: "Ich bin sehr, sehr glücklich in Spanien, das habe ich nie verheimlicht. Wenn es einen dauerhaften Wechsel gäbe, wäre ich sehr, sehr glücklich."

Wo ist Sörloth zu Hause?

Sörloth verbringt bereits seine zweite Leihperiode bei den Basken. Vergangenen Winter war er von RB schon einmal nach Spanien verliehen worden, ein Transfer aber kam nicht zustande. Momentan blüht der Stürmer beim Tabellendritten der Primera Division auf. Er spielt oft - und schießt Tore. In 16 Spielen traf er achtmal und legte zwei Treffer auf. "Gerade als Stürmer musst du derjenige sein, der Spiele entscheidet. Teamkollegen sollten immer in der Lage sein, dich in der Box zu finden", sagte Sörloth, der diese Rolle bei RB nicht bekam. Beim Bundesligisten musste er mehr Arbeit im Gegenpressing und dem Aufbau von Kontern verrichten, der 1,95 Meter große Norweger ist aber von seinen Anlagen her ein reiner Strafraumspieler.

"Die Situation bei La Real ist prima", sagte Sörloth. "Ich spiele fast alle Spiele und schieße Tore. Es sieht sehr, sehr gut aus für mich. Ich habe so viele Spiele wie möglich gespielt, Tore geschossen und eine wichtige Rolle in der Mannschaft bekommen. Es ist schön zu spüren, dass man wichtig ist. Ich spiele in einem fantastischen Team mit fantastischen Spielern. Das Leben lächelt."

Transferflop auf der Wechselbank

Sörloth war Sommer 2020 auf den letzten Drücker für 20 Millionen Euro von Trabzonspor in der Türkei losgeeist und nach Leipzig transferiert worden. Der Klub reagierte damit auf einen Wunsch von Trainer Julian Nagelsmann, ihm einen Stürmer hinzustellen, der die Tore von Timo Werner ersetzen kann, der kurz zuvor zum FC Chelsea gewechselt war.

Wie sich herausstellte, konnte Nagelsmann mit der Spielweise von Sörloth aber wenig anfangen und setzte ihn deshalb auf die Bank, wo sich der Norweger zum Transferflop entwickelte. Sowohl der Spieler als auch der Klub haben deshalb ein Interesse daran, die Liaison wieder zu lösen. Sörloth hat noch Vertrag mit RB bis 2025. Für RB lief der Norweger 38 Mal auf und schoss sechs Tore, zwei bereitete er vor.