Gvardiol: "Warum sollte ich nervös sein?"

Vom talentierten Neuzugang zur Stammkraft bei RB Leipzig

Von RBlive/msc 14.01.2022, 13:38 • Aktualisiert: 14.01.2022, 13:58
Josko Gvardiol war schneller Stammkraft, als er gucken konnte.
Josko Gvardiol war schneller Stammkraft, als er gucken konnte. imago/Christian Schroedter

Josko Gvardiol ist als Neuzugang bei RB Leipzig schneller zum Stammspieler geworden, als er sich je erträumt hätte. Der erst 19-Jährige Neuzugang sprach im Interview mit der Leipziger Volkszeitung über seinen Beruf.

Schneller zur Stammkraft bei RB Leipzig als gedacht

Der Verteidiger ist sogar in der kroatischen Nationalmannschaft durchgestartet und hat bei der Europameisterschaft im vergangenen Sommer debütiert. Seit dem zweiten Spieltag ist er bei RB gesetzt und hat das Erbe der abgewanderten Konaté und Upamecano schneller angetreten als gedacht. "Ehrlich gesagt war ich überrascht, wie schnell ich dann auf dem Platz stand und gespielt habe. Ich hatte mich auf eine gewisse Zeit der Anpassung an die Mannschaft und die Liga eingestellt", gibt er zu. 

Gvardiol ist nicht nervös vor einem Spiel

Für ihn persönlich war es also ein Erfolg, aus Sicht der Mannschaft war die Saison bis hierher eher ein Fehlschlag. Trotz seines jugendlichen Alters habe er es aber nie mit Nervosität vor dem Spiel zu tun, selbst in der zuletzt schwierigen Zeit. "Ich liebe Fußball, habe einen Traumberuf. Warum sollte ich vorm Anpfiff nervös und negativ eingestellt sein?", so Gvardiol. Die Trennung von Jesse Marsch, der ihm früh Vertrauen entgegen brachte, tut ihm leid. "Leider waren wir nicht gut genug unter ihm, hatten nicht die Ergebnisse, die wir wollen und brauchen. Auch das ist Fußball."

Auswärtsschwache Leipziger brauchen gegen Stuttgart das "höchste Level"

Mit dem Sieg gegen Mainz hat RB die Tür aufgestoßen zur anvisierten Aufholjagd. "Wir wissen aber, dass wir in Stuttgart nachlegen müssen und dort für einen Sieg unser höchstes Level brauchen." Besonders, weil Leipzig auswärts bislang so schwach war wie nie: Noch kein Sieg, aber vier Niederlagen stehen nach acht Spielen zu Buche, in der Auswärtstabelle sind die Sachsen Tabellensiebzehnter. Von Zuschauern angefeuert würde RB ohnehin nicht. In Stuttgart sind eigentlich 500 Fans zugelassen, der VfB verkauft aber keine Tickets und somit wird die Partie zum Geisterspiel. Gvardiol kann es aber kaum erwarten, dass sich das wieder ändert. "So oft durfte ich in der Red Bull Arena ja noch nicht mit Fans spielen. Ich wünsche sie mir sehr zurück."