Kampf um die champions-league-plätze

Steilvorlagen für RB gegen Frankfurt: Hertha und Fürth schocken Leipzigs Konkurrenten

Freiburg und Hoffenheim lassen überraschend Punkte liegen. Gewinnt RB gegen Frankfurt, ist sogar der Sprung auf Rang drei möglich.

Von RBlive/hen mit sid 19.03.2022, 17:56
Ausgerechnet Ishak Belfodil trifft für die Hertha gegen seine Ex-Kollegen
Ausgerechnet Ishak Belfodil trifft für die Hertha gegen seine Ex-Kollegen (imago/contrast)

Ausgerechnet zwei Kellerklubs der Bundesliga haben RB Leipzig am Samstag zwei Steilvorlagen für das Spiel der Sachsen am morgigen Sonntag gegen Eintracht Frabkfurt hingelegt. Tabellenschlusslicht Fürth bollwerkte sich gegen den SC Freiburg zu einem 0:0, Big-City-Krisenklub Hertha schlug Hoffenheim völlig überraschend 3:0.

Crunchtime im April

RB kann mit einem Sieg gegen die SGE drei Punkte zwischen sich und die TSG bringen und zwei auf den Sportclub. Verliert der Tabellendritte Leverkusen zusätzlich in Wolfsburg, ist für den aktuell Tabellenfünften aus Leipzig sogar der Sprung auf Rang drei drin. Damit käme RB vor den Crunchtime-Wochen im April in eine gute Position, um nach einer durchwachsenen Hinrunde doch noch das Saison-Minimalziel Champions League zu erreichen.

Die Hertha kann es noch: Das war lange Zeit nicht der Fall, doch selbst ohne Felix Magath an der Seitenlinie hat Hertha BSC das erste Spiel unter dem neuen Cheftrainer souverän gewonnen und seine Talfahrt gestoppt. Nach fünf Niederlagen in Folge siegte der Berliner Bundesligist zu Hause gegen Hoffenheim verdient 3:0 und verließ mit dem ersten Sieg im Jahr 2022 die direkten Abstiegsränge.

Der an Corona erkrankte Magath, der die Partie aus seiner Quarantäne im Hotel verfolgte und von seinem Co-Trainer Mark Fotheringham vertreten wurde, sah eine in Sachen Taktik und Einstellung deutlich verbesserte Hertha. Für die Treffer sorgten Niklas Stark (39.), Ishak Belfodil (63.) sowie David Raum mit einem Eigentor (74.).

Gewinner des Spieltags bei Sieg gegen SGE

Die Hoffenheimer enttäuschten vor rund 25.000 Zuschauern im Olympiastadion über weite Strecken und mussten nach fünf Spielen ohne Niederlage wieder einen Rückschlag im Kampf um die Champions-League-Plätze einstecken.

Das gilt auch für den SC Freiburg. In Fürth zu spielen, sollte ein sicherer Dreier sein, wenn man in die Königsklasse will. Beim designierten Absteiger SpVgg Greuther Fürth blieb die Mannschaft von Trainer Christian Streich zwar im sechsten Bundesliga-Spiel in Folge unbesiegt, kam aber nicht über ein 0:0 hinaus.

Freiburg hatte Pech bei Pfosten- und Lattentreffern von Roland Sallai (13.) und Janik Haberer (67.), fand aber über weite Strecken kein Mittel gegen ein verbissen verteidigendes und gelegentlich offensiv gefährliches Kleeblatt. Für Fürth ist der Punkt im Kampf gegen den Abstieg freilich erneut zu wenig. Der Abstand auf den Relegationsplatz beträgt bei noch sieben Spielen bis zum Saisonende elf Punkte. Immerhin aber hielt sich der Aufsteiger nach dem 1:6 gegen RB vergangenes Wochenende schadlos.

Die Sachsen könnten bei einem Sieg gegen Frankfurt die großen Gewinner des Spieltags werden, gerade mit Blick auf die Wochen, die sich an die Länderspielpause anschließen. In denen geht es gegen Dortmund, Hoffenheim, Leverkusen, zwei Mal Union Berlin (Liga und Pokal) und zwei Mal gegen Bergamo (Europa League).