RB Leipzig

Thomas Linke: Alles ist möglich gegen RB Leipzig

07.12.2016, 09:10
Das Glück währte nur kurz. Thomas Linke bei RB Leipzig eingerahmt von Dieter Gudel und Dietmar Beiersdorf.
Das Glück währte nur kurz. Thomas Linke bei RB Leipzig eingerahmt von Dieter Gudel und Dietmar Beiersdorf. imago sportfotodienst

Der FC Ingolstadt ist in der Bundesliga Tabellenletzter, RB Leipzig ist Erster. Trotzdem gibt man in Bayern das direkte Duell nicht verloren. „Wir sind klarer Außenseiter, aber in einem Spiel ist in der Bundesliga alles möglich“, erklärt Thomas Linke, Sportchef in Ingolstadt, im LVZ-Interview. „Wenn für uns vieles passt, ist eine Überraschung drin.“

Man sei bisher in der Saison „fast immer konkurrenzfähig“ gewesen und hat deutlich weniger Punkte geholt, als angemessen gewesen wären. „Der Sieg in Darmstadt hat uns den Glauben zurückgegeben, gewinnen zu können.“ Man sei „auf einem sehr guten Weg“, um „Überzeugung und Selbstvertrauen“ zurückzugewinnen.

Thomas Linke und Ralph Hasenhüttl treffen auf Ex-Klub

Die Rückkehr von Ralph Hasenhüttl zu seinem Ex-Klub wird aus Sicht von Thomas Linke keinen negativen Beigeschmack haben. „Das Ende war nicht so toll für uns, aber das Kapitel ist abgehakt. Ralph hat viel geleistet für den FCI, wir hatten eine schöne Zeit. Wir können uns in die Augen schauen.“ Inzwischen wird Ingolstadt von Maik Walpurgis trainiert.

Nicht nur für Ralph Hasenhüttl ist das Spiel in Ingolstadt eine Begegnung mit der Ex. Auch Thomas Linke trifft auf den Ex-Klub. 2011 war er für kurze Zeit Sportdirektor bei RB Leipzig. Nach zweieinhalb Monaten war aber schon wieder Schluss, weil nach dem verpassten Aufstieg Peter Pacult als Trainer installiert wurde und Wolfgang Loos sein Sportdirektor wurde.

Ralph Hasenhüttl mit Erinnerungen an Ingolstadt

Ralph Hasenhüttl bekennt in der Sportbild, dass bei der Fahrt nach Hause an Ingolstadt vorbei „oft Erinnerungen hochkommen“. „Immerhin habe ich in Ingolstadt die bis dahin schönsten Jahre meiner Trainer-Laufbahn erlebt.“ Beim Abschied habe er von den Menschen in Ingolstadt „viel Gutes gehört“. „Aber es wird auch Leute geben, die meinen Schritt nach wie vor nicht verstehen können.“ Einen persönlichen Kontakt zur Vereinsspitze gibt es nicht mehr, aber auch kein negatives Verhältnis.

Vor dem Spiel in Ingolstadt nutzt Hasenhüttl natürlich auch das eigene Wissen über seine Ex-Spieler. „Meine Video-Analysten werden diese Woche mit Zusatz-Infos von mir versorgt.“ Mit dem alten Trainerteam gebe es noch Kontakt. Allerdings nicht in dieser Woche, denn „sonst hat das den Geschmack des Aushorchens“.