Tore und Tabelle Kleindienst-Ansagen vor Saisonstart bei RB Leipzig
Stürmer Tim Kleindienst ist zurück bei RB-Gegner Borussia Mönchengladbach und mit ihm das Selbstvertrauen. Der Torjäger nannte zum Saisonauftakt offensive Ziele.

Leipzig/Mönchengladbach/dpa/sid/ukr – Im DFB-Pokal wurde Tim Kleindienst noch geschont, pünktlich zum Bundesliga-Start steht einem Einsatz des lange Zeit verletzten Kapitäns von Borussia Mönchengladbach aber nichts mehr im Wege. „Das ist eine gute Nachricht. Wer hat nicht gerne seinen Kapitän dabei? Ich bin extrem froh, dass Tim wieder da ist”, sagte Trainer Eugen Polanski vor dem Spiel bei RB Leipzig am Samstag (15.30 Uhr/Sky/RTL).
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Kleindienst „Richtung 15 Tore”
Kleindienst selbst kehrt nach seiner langen Auszeit voller Ehrgeiz auf den Platz zurück. Für die kommende Saison würde er „alles, was Richtung 15 Tore von mir geht”, als „super” bezeichnen, sagte der Spielführer im Interview mit RTL/Sky. „Vor zwei Jahren waren es 16 Tore. Wenn das wieder eintritt, wäre das perfekt. Es kommt auf viele Faktoren an: Die eigene Form nach elf Monaten Verletzungszeit und die Gesamtperformance der Mannschaft. Ich stehe jetzt nicht jeden Morgen auf und sage: ,Du musst 17 Tore machen’”, sagte der 30-Jährige.
Der sechsmalige Nationalspieler Kleindienst hatte fast die gesamte vergangene Saison wegen einer Knieverletzung verpasst, auch im DFB-Pokal bei Schott Mainz (5:0) wurde der 30-Jährige noch geschont. „Da konnten wir es uns aus Vernunftsgründen leisten, da es nicht überlebenswichtig war”, sagte Polanski. Die Zielvorgabe für die neue Saison bleibt derweil unverändert. „Ich habe einen Tabellenplatz erwähnt, da will ich auch nicht von abrücken. Unser Anspruch muss dennoch groß sein”, sagte Polanski. Der VfL-Coach hatte im Trainingslager den zwölften Platz aus der Vorsaison als „Minimalziel” angegeben, „aber mit einer ganz anderen Art und Weise des Auftretens, mit einem ganz anderen Fußball”.
Schröder: „Gute Rolle spielen”
Ähnlich sieht das Rouven Schröder. „Wir wollen nicht nur in der Liga bleiben, wir wollen eine gute Rolle spielen”, sagte der Sportchef, der zuvor bei RB Leipzig und bei Red Bull Salzburg war. Schröder verriet zudem, dass er mit Ex-Nationalspieler Florian Neuhaus in der Sommerpause „kein einziges Mal über eine Vertragsauflösung gesprochen” habe. Neuhaus besitzt noch einen gut dotierten Vertrag für ein Jahr, spielte zuletzt aber kaum noch eine Rolle bei der Borussia.
Übrigens Kleindienst formulierte noch ehrgeizigere Ziele als sein Trainer. „Der Anspruch sollte sein, dass wir einen einstelligen Tabellenplatz erreichen. Die Saison sollte deutlich konstanter sein als die vergangene Spielzeit. Die war einfach nicht gut”, sagte der Stürmer. In der vergangenen Saison hatte die Borussia lange Zeit nur knapp über der Abstiegszone gelegen, am Ende wurde es Platz zwölf.