RB Leipzig

Trotz Elfmeter-Patzer: RB Leipzig zittert sich ins EL-Viertelfinale

15.03.2018, 21:57
Tor vorbereitet und Elfmeter verschossen: Timo Werner
Tor vorbereitet und Elfmeter verschossen: Timo Werner imago

Enge Kiste, großartiger Erfolg: RB Leipzig steht nach einer spannenden Partie bei Zenit St. Petersburg verdient im Viertelfinale der Europa League. Im Rückspiel erreichten die Leipziger ein 1:1 (0:1), was für das Weiterkommen genügt. Einen möglichen Sieg vergab Timo Werner durch einen verschossenen Strafstoß.

Die Partie begann nach Wunsch für RB Leipzig. Die Gäste waren dominant, hatten 65 Prozent Ballbesitz in der Startphase und erzielten das frühe 1:0. Timo Werner bediente Jean-Kévin Augustin im Strafraum, der sich geschickt drehte, seinen Gegenspieler vernaschte und zum 1:0 aus halblinker Position traf (22.).

Auch danach war Rasenballsport zunächst weiter die bessere und dominantere Mannschaft. Doch Zenit steigerte sich gegen Ende der ersten Hälfte. Bereits in der 26. Minute hatte Taktgeber Paredes einen Freistoß ans Lattenkreuz gesetzt (26.); auch Zabalotny (Seitfallzieher, 35.) und Rigoni per Distanzschuss hatten Gelegenheiten (44.).

Werner vergibt Elfmeter, RB hält dem Druck stand

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte ließ sich die bis dahin aufmerksame RB-Abwehr durch einen langen Diagonalball auf die linke Außenbahn aufreißen. Klostermann war zu weit weg von seinem Gegenspieler Criscito, der auf Driussi flanken konnte: der Ausgleich (45.+1).

In der zweiten Hälfte entwickelte Zenit mehr Druck; RB brachte bis auf einen Schussversuch von Forsberg kaum Gefährliches zustande. Bis zur 81. Minute, als Timo Werner im Strafraum gefoult wurde, selbst antrat – und mit einem zu unplatzierten Ball verschoss (81.). Danach drängten die Russen auf die Verlängerung, doch Rasenballsport hielt dem Druck stand. Bruma vergab in letzter Sekunde nach einem Konter das mögliche Siegtor (90.+4).

Statistik Zenit St. Petersburg – RB Leipzig

Zenit St. Petersburg – RB Leipzig 1:1 (0:1)

Zenit St. Petersburg: Lunew – Ivanovic, Smolnikow, Mewlija, Criscito (C) – Kranevitter, Paredes, Schirkow – Rigoni (90. Erokhin), Kokorin (8. Zabolotny), Driussi.

RB Leipzig: Gulacsi – Klostermann, Orban (C, 46. Konaté), Upamecano, Bernardo – Demme (71. Ilsanker), Keita – Forsberg, Bruma – Augustin (90.+2 Poulsen), Werner.

Tor(e): 0:1 Augustin (22., Werner), 1:1 Driussi (45.+1, Criscito); Torchancen: 5:4; Ecken: 7:3; Schiedsrichter: Orsato (Italien); Gelbe Karten: Criscito (3), Smolnikow (2) / Demme (2), Orban (3); Zuschauer: 44.092 im Krestovsky-Stadion St. Petersburg.

Den ausführlichen Spielbericht aus dem Krestovsky-Stadion lesen Sie in Kürze hier bei der Mitteldeutschen Zeitung.