Deloitte Football Money League Umsatz-Rangliste der weltweit größten Klubs: Warum RB seit Jahren fehlt
Bayern, Dortmund und Stuttgart sind dabei, RB Leipzig fehlt seit Jahren in der Deloitte Money League. Dabei liegt Leipzigs Umsatz offenbar in einer Größenordnung, die für die Top 20 reichen könnte.
Leipzig/hen, sid – Der FC Bayern ist Dritter, Borussia Dortmund Zwölfter, der VfB Stuttgart auf Rang 18 – und RB Leipzig? Nicht dabei. Auch in der jetzt veröffentlichten deutschen Ausgabe der „Deloitte Football Money League“ taucht Rasenballsport nicht auf.
Bayern auf Rang drei
Das freilich ist kein neues Phänomen: RB fehlt seit Jahren in der renommierten Umsatz-Rangliste der größten Fußballklubs, die auflistet, wer in Europa in einer Saison am meisten Geld umgesetzt hat, abzüglich seiner Transferumsätze. So hatte der deutsche Rekordmeister in der Saison 2024/25 den dritthöchsten Umsatz aller Fußballklubs weltweit.
Mehr Umsatz generierten nur Real Madrid mit knapp 1,2 Milliarden und der FC Barcelona mit 974,8 Millionen Euro. Bayern kam auf 860,6 Millionen, Dortmund auf 531,3 Millionen und Stuttgart auf 296,3 Millionen Euro.
Keine Zahlen vorab
Dass Leipzig fehlt, hat offenbar weniger mit mangelnder Finanzkraft als mit dem Zeitpunkt und der Datenlage zu tun. Die internationale Ausgabe der „Football Money League“ erschien bereits am 22. Januar 2026. Die öffentlich zugänglichen RB-Finanzkennzahlen für 2024/25 wurden von der DFL aber erst Ende Mai veröffentlicht, der vollständige RB-Jahresabschluss folgte noch später. Deloitte konnte die Leipziger Zahlen im Januar also nur berücksichtigen, wenn sie vom Klub vorab zur Verfügung gestellt worden wären.
RB ist dabei kein Einzelfall. Auch Bayer Leverkusen fehlt seit Jahren regelmäßig in der Money League. In früheren Ausgaben hatte Deloitte ausdrücklich darauf hingewiesen, dass für Leverkusen und Leipzig keine ausreichenden Klubdaten vorlagen. Die Aufnahme hängt damit offenbar stark davon ab, ob Deloitte die Zahlen rechtzeitig erhält.
RB wäre unter den Top 20
Inzwischen ist die Größenordnung bei RB bekannt. Die RasenBallsport Leipzig GmbH weist für 2024/25 knapp 455 Millionen Euro Umsatz aus. Darin enthalten sind allerdings rund 74 Millionen Euro aus Transfers und Leihen, die Deloitte nicht zum Umsatz zählt. Vereinfacht herausgerechnet blieben rund 381 Millionen Euro.
Damit läge RB von der Größenordnung her klar im Bereich der Top 20: Newcastle United belegt mit 398,4 Millionen Euro Rang 17, Stuttgart mit 296,3 Millionen Rang 18.