RB Leipzig

US-Diplomat: „In den USA würde Start-up RB Leipzig Anerkennung bekommen”

Von (RBlive/ukr) 07.05.2020, 15:53
Generalkonsul Eydelnant geht, aber er bleibt als US-Botschafter in Leipzig: Tyler Adams.
Generalkonsul Eydelnant geht, aber er bleibt als US-Botschafter in Leipzig: Tyler Adams. imago/Picture Point LE

Timothy Eydelnant, scheidender US-Generalkonsul in Leipzig, hat im Interview mit der Leipziger Volkszeitung einige Einblicke gegegeben, wie RB Leipzig und das Red-Bull-Klubsystem in den USA wahrgenommen werden.

„Für mich ist das ein einzigartiges und gelungenes Experiment, wie der Sport über Ländergrenzen hinaus wirken und verbinden kann. Ich hatte in Leipzig Besuch aus der ganzen Welt und habe ihnen den RB-Fußball gezeigt”, berichtete der Diplomat. „Alle waren begeistert, manche sind zu Fans geworden.”

„Tyler Adams großartiger Botschafter der USA”

Angesprochen auf den Protest gegen Rasenballsport und die Filialstruktur im Red-Bull-Fußball sagte der 47-Jährige: „Ich kenne die Diskussionen um Tradition und um die Gründungsgeschichte von RB. In den Vereinigten Staaten würde ein derartiges Start-up-Unternehmen vor allem eines bekommen: Anerkennung.” RB sei nach den Auftritten in der Champions League weltweit bekannt. „Ich habe Burkhard Jung gesagt, dass es keine bessere Werbung für Leipzig geben kann, dass RB ein Fenster in die Welt ist.”

Die Karriere seines Landsmannes Tyler Adams werde in seiner Heimat „intensiv verfolgt, es gibt nicht viele US-Amerikaner, die in einer europäischen Top-Liga für Furore sorgen”, befand Eydelnant. „Tyler ist ein bescheidener junger Mann mit großen Fähigkeiten auf dem Fußballplatz. Er ist ein großartiger Botschafter der USA.”