Doppelpack Marelene MüllerViertelfinale! RB Leipzig kickt Frankfurt aus dem Pokal

Von Ullrich Kroemer 19.11.2022, 14:11
Frau des Nachmittags: Marlene Müller.
Frau des Nachmittags: Marlene Müller. (imago/MartinStein)

Die Frauen von RB Leipzig haben die Überraschung geschafft und sind mit einem 2:1 (0:1)-Sieg gegen Eintracht Frankfurt zum ersten Mal ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Der Tabellenerste der 2. Liga drehte die Partie am Cottaweg in Leipzig gegen den Zweiten der Bundesliga. „Geil, auf diesen Moment haben wir hingefiebert, endlich mal gegen Frankfurt zu gewinnen. Ich war schon nervös vor dem entscheidenden Tor, aber ich habe es noch ganz gut hingekriegt”, sagte Doppeltorschützin Marlene Müller.

Frankfurts Stürmerin Laura Freigang hatte die Gäste früh in Führung gebracht (16.). Mit einem Pass in die Schnittstelle der Abwehrkette und einer Flanke war die RB-Abwehr ausgehebelt. Die Innenverteidigerinnen ließen die zentral einlaufende Freigang völlig allein.

Anja Mittag: „Uns fehlten ein bisschen der Mut und das Zutrauen”

Und auch nach vorn fehlte den RB-Frauen die Durchschlagskraft. „Wir haben bisschen gebraucht, um im Spiel anzukommen, hatten mit einer Spitze zu wenig Entlastung. Uns fehlten ein bisschen der Mut und das Zutrauen, Abschlüsse zu suchen”, sagte Co-Trainerin Anja Mittag.

Das änderte sich in der zweiten Hälfte. RB stellte auf zwei Spitzen um und agierte mit mehr Zug zum Tor. Die starke Vanessa Fudalla flankte auf Matchwinnerin Marlene Müller, die am langen Pfosten platziert zum Ausgleich einnickte (53.). Frankfurt wurde zwar wieder präsenter, doch die 1300 Fans im ausverkauften Stadion am Cottaweg trieben die Leipzigerinnen zu einer starken Abwehrleistung.

Nach vorn gelang anders als in den ersten 45 Minuten immer wieder Entlastung und Torgefahr. Nur mit Mühe konnte Eintracht-Keeperin Stina Johannes Fudallas Schuss an die Latte lenken (84.). Als schon viele mit einer Verlängerung rechneten, gelang Müller mit ihrem zweiten Treffer die Entscheidung. Wieder war es Fudalla, die die Torjägerin mit einem feinen Chipball aus dem Halbfeld bediente. Müller behauptete sich am Ball, umkurvte Torhüterin Johannes und schon zum Siegtreffer ein. Als die Schiedsrichterin kurz darauf abpfiff, gab es kein Halten mehr bei Spielerinnen und Fans. Vor der Kurve stimmten die Spielerinnen den Kurvensong „Leipzig on fire” an.