Vivell zu ChelseaEinigung mit den "Blues", aber noch kein Vertrag: Fordert RB Ablöse?

Von Martin Henkel Aktualisiert: 04.12.2022, 10:47
Verließ RB Leipzig im Oktober, um beim FC Chelsea anzuheuern: Christopher Vivell
Verließ RB Leipzig im Oktober, um beim FC Chelsea anzuheuern: Christopher Vivell (imago/picture point le)

Die Sache ist durch, das pfeifen die Tauben von den Dächern in Chelsea rund um die Stamford Bridge: Christopher Vivell wird neuer Technischer Direktor beim FC Chelsea. Fragt sich nur, wann?

Nur "freigestellt"

Wie verschiedene Medien und auch Transferpapst Fabrizio Romano berichten, soll einer der Gründe für die weiterhin fehlende Bestätigung der Zusammenarbeit bei RB Leipzig liegen. Der Klub, für den 36-Jährige zwei Jahre lang gearbeitet hatte, bis er über Nacht gefeuert wurde, soll auf einer Ablöse für seinen früheren Technischen Direktor bestehen.

Fakt ist, Vivell wurde Anfang Oktober "freigestellt", wie es von Klubseite nach dem Rausschmiss hieß. Die Gründe für die Trennung verbleiben im Nebel, u.a. aber soll dem Klub aufgestoßen sein, dass sich der Kaderplaner heimlich mit den Besitzern von Chelsea getroffen haben soll.

"Das Vertrauen war nicht mehr da", sagte später Ex-Klubchef Oliver Mintzlaff. Zuvor hatte es geheißen, man gehe aufgrund "unterschiedlicher Auffassungen" getrennte Wege. Bleibt die Frage, ob der Arbeitsvertrag noch gültig ist - oder bereits aufgelöst wurde.

Vivell bei Chelsea: Beginn einer neuen Ära

Bei Chelsea scheinen sie derweil RB weiter als Blaupause für den Beginn der neuen Ära unter Besitzer Todd Boehly. Vivell ist auf Planungs- und Scoutingseite das letzte Puzzlestück. Bereits verpflichtet wurden Joe Shields (Southampton, Ex Manchester City), Paul Winstanley (Brighton) und Lawrence Stuart (AS Monaco). Stuart ist bei Red Bull kein Unbekannter, er ist eines der Masterminds beim Aufbau einer Multi-Klub-Struktur.

Dass Ablösen für Mitarbeiter fällig werden, die nicht auf dem Rasen stehen, sondern drumherum arbeiten, ist zwar nicht neu, wird aber immer öfter in der Öffentlichkeit verhandelt. So musste auch RB Geld an Borussia Mönchengladbach überweisenm, um sich die Dienste des neuen Sportchefs Max Eberl zu sichern, der zwar bereits nicht mehr für die "Fohlen" tätig war, aber noch Vertrag hatte.