Transfererfolge bei Red Bull

Warum Salzburg bei Transfers erfolgreicher ist als RB Leipzig

Von RBlive/msc 14.02.2022, 19:20
Salzburg ist in Sachen Transfers noch erfolgreicher als RB Leipzig.
Salzburg ist in Sachen Transfers noch erfolgreicher als RB Leipzig. imago/GEPA Pictures

RB Leipzig war der einstigen Schwester Red Bull Salzburg schnell entwachsen, seitdem beide in der Bundesliga spielen. Gemessen am internationalen Erfolg sind die Österreicher in diesem Jahr aber einen Schritt weiter, denn sie spielen in der Champions League noch gegen Bayern München. Anerkennend dürfte RB Leipzig auch auf die Transfers schauen.

Salzburg setzt weniger um, aber erlöst mehr

Die Sachsen selbst sind Chefeinkäufer in Salzburg und überwiesen in den letzten Jahren gerne Millionen für neue Spieler, die bei der ehemaligen Klubschwester ausgebildet wurden. Vier der zehn wertvollsten Spielerverkäufe von dort gingen nach Leipzig: Naby Keita, Dominik Szoboszlai, Amadou Haidara und Dayot Upamecano. Insgesamt erlöste Salzburg 221,25 Millionen Euro mit den zehn  Rekordabgängen.

RB Leipzig zahlt 215 Millionen Euro für die Top 10

RB Leipzig muss sich zwar nicht verstecken, was die Weiterentwicklung von begehrten Talenten zu heißen Eisen auf dem Markt der Topklubs angeht. Transfers wie die von Timo Werner und Naby Keita brachten Summen von jenseits der 50 Millionen Euro ein. Die zehn erfolgreichsten Wechsel summieren sich auf über 282,5 Millionen Euro. Dafür zahlten die Sachsen aber für die zehn teuersten Einkäufe auch 215 Millionen Euro an andere Klubs. Red Bull Salzburg dagegen blätterte nur 70 Millionen Euro hin.

Salzburg als "Druckmaschine für Spieler"

Ein Grund dafür ist sicherlich die Stärke der Liga. Wer es in der deutschen Bundesliga schafft, bei einem Champions-League-Verein nach oben herauszustechen, ist ein Transferziel für die ganz großen. Dieses Niveau beim Belastungstest für Profis kann Salzburg nicht bieten. Dafür entwickeln die Österreicher eine Stufe tiefer umso erfolgreicher. "Von außen schaut es aus, als hätten wir eine Druckmaschine für neue Spieler. Aber da stecken oft mutige Entscheidungen zwei, drei Jahre im Vorhinein dahinter", sagt Sportdirektor Christoph Freund dem Kicker (Montag). So folgte auf jeden neuen Abgang zuverlässig der nächste Star.

Nach Jahrhunderttalent Erling Haaland steht jetzt mit Karim Adeyemi der nächste Topstürmer vor dem Wechsel zu Borussia Dortmund. Und mit den Hufen scharrt bereits Jungstürmer Roko Simic. "Roko hat großes Potenzial und eine außergewöhnliche Mentalität", sagt Christoph Freund. Und in Salzburg haben Spieler wie er genug Ruhe sich zu entwickeln, notfalls erst beim Partner aus Liefering. Der Druck auf den Klub ist insgesamt geringer. Die Meisterschaft ist bereits im neunten Jahr abonniert und das wird wohl noch wahrscheinlicher als in Deutschland auch so bleiben.