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„Wie soll ich neutral sein?” Warum U21-Trainer Di Salvo kaum Spieler von Bayern, BVB und Red Bull nominiert

Der Kader der deutschen U21-Nationalmannschaft für die letzten offiziellen Testspiele vor der EM-Endrunde deutet einige Planungen für den Sommer an. Wer spielt Klub-WM, wer EM-Endrunde? Bundestrainer Antonio Di Salvo äußerte deutliche Kritik.

18.03.2025, 09:36
In der Zwickmühle: U21-Nationaltrainer Antonio Di Salvo.
In der Zwickmühle: U21-Nationaltrainer Antonio Di Salvo. (Foto: imago/Eibner)

Frankfurt/Main/dpa/sid/ukr – Die deutsche U21-Nationalmannschaft muss die EM-Endrunde im Sommer erst einmal ohne eine Reihe von Turnier-Kandidaten wie den Dortmunder Maximilian Beier und den künftigen Bayern-Profi Tom Bischof planen. „Ich möchte diese beiden Länderspiele schon nutzen, um mit den Spielern zu spielen, bei denen die Wahrscheinlichkeit am höchsten ist, dass sie dann auch im Sommer dabei sein werden”, sagte Nationaltrainer Antonio Di Salvo.

„Total schwierige Situation”

Die U21 spielt in den letzten offiziellen Länderspielen vor der EM-Endrunde vom 11. bis 28. Juni in der Slowakei am Freitag (18 Uhr/ProSieben Maxx) in Trnava gegen den Turnier-Gastgeber. Am Dienstag (20.30 Uhr/Sat.1) nächster Woche in Darmstadt folgt der Test gegen Titelfavorit Spanien.

Für Di Salvo, der seinen Vertrag um weitere zwei Jahre bis zum 31. Juli 2027 verlängert hat, werden die Planungen für den Turnier-Sommer durch die Klub-WM erschwert. Dort treten der FC Bayern München, zu dem der Hoffenheimer Bischof wechselt, Beiers Dortmunder Borussia und Red Bull Salzburg an. In allen Aufgeboten stehen mehrere Kandidaten für die U21.

Insgesamt zehn Profis von Bayern München, Borussia Dortmund und Red Bull Salzburg kommen theoretischen sowohl für die EM als auch die Klub-WM infrage, die Vereine haben keine Abstellungspflicht. Bei der vergangenen Länderspiel-Maßnahme etwa waren die deutschen Salzburger Abwehrspieler Hendry Blank und Leandro Morgalla noch dabei. RB Leipzig hatte die Qualifikation nicht geschafft.

Di Salvo: „Wie soll ich neutral sein”

„Wie soll ich denn neutral sein, wenn ich immer die U21-Europameisterschaft im Hinterkopf habe?”, sagte Di Salvo zum neuen Modus der Klub-WM. „Ich persönlich finde, dass da ein Wettbewerb reingedrückt wurde, der den Spielern dann nicht guttut. Die Verletzungsgefahr ist schon riesig, vor allem für die Spieler, die in der Nationalmannschaft spielen.”

Jonas Urbig, der im Münchner Tor zuletzt den verletzten Manuel Neuer vertrat, ist als einziger aus den drei teilnehmenden Teams aus Deutschland und Österreich im aktuellen U21-Aufgebot dabei. Er und der Freiburger Noah Atubolu kämpfen um den Status als Nummer eins bei der U21.

Ebenfalls nominiert ist der Heidenheimer Paul Wanner, der als Bayern-Leihspieler auch Kandidat für zwei Turniere ist. „Es geht ihm noch nicht so gut, er ist erkältet und aller Voraussicht nach wird er zum ersten Spiel nicht zur Verfügung stehen”, sagte Di Salvo. „Wir schauen trotzdem von Tag zu Tag, ob es Sinn macht, dass er zum zweiten Spiel dann möglicherweise eine Option für uns sein kann.” Auch Jens Castrop (1. FC Nürnberg) ist wegen Krankheit fraglich. Mit im Aufgebot dabei ist auch der Ex-Leipziger Eric Martel vom 1. FC Köln.