Augsburg-Coach vor dem Sonntagsspiel

Weinzierl zitterte mit RB Leipzig um Europa-League-Finale

RB Leipzig empfängt am Sonntagabend (8. Mai ab 19.30 Uhr) den FC Augsburg und kann sich mit einem Sieg die Katerstimmung der Europa League von der Seele schießen. Der Gegner steckt noch im Abstiegskampf, das kann sich allerdings schon am Vortag ändern, wenn der FC Bayern München gegen Konkurrent VfB Stuttgart spielt. Trainer Andre Weinzierl sprach vor dem wichtigen Duell über die Ausgangssituation.

Von RBlive/msc 06.05.2022, 17:00
Augsburgs Coach Andre Weinzierl.
Augsburgs Coach Andre Weinzierl. imago/Eibner

Augsburg will keine Schützenhilfe von Bayern brauchen

Er rechnet tendenziell mit der Rückkehr von Torjäger Andre Hahn, bei Linksverteidiger Iago ist ein Einsatz noch unsicherer. "Das sind die beiden Fragezeichen. Sie hatten Probleme unter der Woche, sonst sind alle fit und im Training", so Weinzierl. Nur noch einen Zähler braucht sein Team, um den Abstieg sicher zu verhindern. Aktuell kann Stuttgart vom Relegationsrang aus nur noch gleichziehen. Die spielen zwei Stunden vorher in München. Weinzierl wird versuchen, sich davon nicht ablenken zu lassen. "Wir konzentrieren uns auf uns und wollen den einen Punkt selbst holen. Wir werden aber am Rand mitverfolgen, was in München passiert, das werde ich nicht aus den Köpfen bekommen." In Anbetracht dessen ist die Ausgangslage des FCA aber schonmal nicht die schlechteste.

Kampf um Europa: Champions League ist möglich, aber Conference League noch nicht sicher

RB Leipzig hingegen muss unbedingt gewinnen, falls die Konkurrenten zuvor vorlegen kann. Fest steht: Union oder Freiburg werden definitiv punkten, oder beide beim direkten Duell nur einen Zähler holen. Ein Sieg der Berliner wäre für Leipzig gut, um am Sportclub vorbeizuziehen, die auch im Pokalfinale noch warten. Verpasst RB aber dann den Sieg oder verliert das Spiel, droht ein Herzschlagfinale am letzten Spieltag, denn sogar die Conference League ist noch keineswegs sicher. Zumal der 1. FC Köln auch noch Chancen auf die Champions League hat.

Weinzierl zitterte mit RB Leipzig

Als Leipzig aber am Donnerstag die Chance vergab, ins Finale einzuziehen, drückte Markus Weinzierl die Daumen. "Wir haben mitgezittert, es hat aber leider nicht gereicht", so der 47-Jährige. Von der Missgunst, die durchaus in Augsburg vorhanden ist, keine Spur bei ihm. "Die Rivalität muss entstanden sein in den Jahren, als ich nicht da war. Das spielt auf dem Platz keine Rolle." Wichtiger ist für ihn, nicht wie im Hinspiel in Rückstand zu geraten. Damals drehte Augsburg die Partie noch. Diesmal soll es anders laufen. "Es wäre mal viel wert, in Führung zu gehen."