Zweimal 60 Minuten gegen Ingolstadt Weiter auf Kurs: RB-Coach Demichelis gewinnt auch seinen zweiten Test
RB Leipzigs Trainer verbucht den zweiten Sieg seiner Amtszeit. Beim 1:0 im Test gegen Drittligist Ingolstadt hatte sein Team aber jede Menge Glück.

Leipzig/hen - RB Leipzig hat einen ungewöhnlichen Test gegen den FC Ingolstadt 1:0 (1:0) gewonnen. Ungewöhnlich, weil beide Halbzeiten 60 Minuten dauerten, und da beide Teams jeweils komplett wechselten, auf dem Trainingsgelände des Red-Bull-Klubs im Grunde genommen zwei Partien stattfanden.
Gruda leitet ein
Der erste Durchgang ging bereits 1:0 an den Bundesligisten. Simon Lorenz sorgte früh für den ersten Treffer der Testpartie am Cottaweg. Der Ingolstadt-Kapitän drückte eine Hereingabe von Brajan Gruda über die Linie seines eigenen Schlussmannes. Gruda hatte den Ball zuvor mit feinem Sololauf nah ans Tor und auf die Grundlinie herangedribbelt.
Der Drittligist war aber nicht ohne Chance. Zweimal hätte Ingolstadt ausgleichen können. Einmal parierte RB-Abwehrchef Willi Orban mit der Stirn einen Kopfball nach Ecke (7.). Beim zweiten Mal stand sich der vor Leipzigs Schlussmann Maarten Vandevoordt freistehende Jongmin Seo selbst im Weg und verdaddelte den Ball (44.).
Bakayoko hat das 2:0 auf der Stirn
Zwischen Tor und Pause entspann sich ansonsten ein klassischer Test. Ingolstadt, in zwei Wochen zurück im Ligabetrieb, hielt gut mit. RB testete seine Basics: Spielaufbau, Anlaufen, Gegenpressing. Die 450 Zuschauer mussten sich nicht langweilen, ein Spektakel war es aber nicht. Bakayoko hatte kurz vor dem Pausenpfiff per Kopf die Chance auf den zweiten Treffer.
Im zweiten Durchgang wechselte Trainer Martín Demichelis komplett durch (siehe Aufstellung). Ein Leistungsabfall war aber nicht zu verzeichnen. Andrija Maksimovic hatte schnell die Gelegenheit, auf 2:0 zu stellen. Frei vorm Tor schoss er dem Ingolstädter Schlussmann aber in die Handschuhe (63.).
Ingolstädtern versagen die Nerven
Danach verfiel das Duell wieder in den Plätschermodus. Erst in der 92. Minute gab es eine weitere Torchance, diesmal auf Seiten der „Schanzer“. Aus fünf Metern schoss Chidindu Ugondu aber über den Kasten von Leopold Zingerle. In der 105. Minute waren es erneut die Ingolstädter mit der Chance auf den zweiten Treffer im Spiel. El Chadaille Bitshiabu spielte einen Fehlpass in die Füße von Omotolani Oladosu, der das leere Tor aber verfehlte.
Ugondu hatte die nächste Gelegenheit in der 111. Minute. Diesmal aber traf er aus kurzer Distanz einen Leipziger Gegenspieler. Den Schlusspunkt setzte Sejdo Durakov, der um Zentimeter den Ausgleich verfehlte (120.).
So spielte RB
1. Hälfte: Vandevoordt – Baku, Orban, Lukeba, Finkgräfe – Banzuzi, Vermeeren – Bakayoko, Gruda, Gomis – Romulo
2. Hälfte: Zingerle – Henrichs, Esteve, Bitshiabu, Bungi - Klostermann, Ouedraogo – Sani, Maksimovic, Thomas - Harder