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Xaver Schlager am limit "Jeder, der das sehen musste, tut mir leid": Ex-RB-Star zieht Länderspielbilanz

Zum Abschluss der ersten Mega-Länderspielpause der Fifa spielt Österreich im Kosovo unentschieden. Im Anschluss platzt Ex-RB-Star Xaver Schlager ein wenig der Kragen.

05.10.2026, 09:41
Xaver Schlager (r.) empfand die vielen Spiele in der Nations League "am Limit".
Xaver Schlager (r.) empfand die vielen Spiele in der Nations League "am Limit". Foto: Imago/Shutterstock

Leipzig/hen - Jeder, der Xaver Schlager näher kennt, weiß: Der Österreicher nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, den Fußball mit unverstelltem Blick in Augenschein zu nehmen. Pristina am Sonntag: Österreich spielt zum Abschluss der Mega-Länderspielpause gegen Kosovo. Liegt lange zurück, gleicht noch aus, Schlager danach vor der Kamera des ORF: „Jeder, der sich das anschauen musste, tut mir leid, das war nichts.“

Zugespitztes Fazit

Sein Fazit lässt sich auch überspitzen und über die vergangenen 16 Tage legen, in denen weltweit erstmals ein dreiwöchtiger Break dafür genutzt wurde, eine ganze Reihe von Länderspielen abzuhandeln. In Europa hieß das: vier Spiele in der Nations League.

Die Fifa hat das neue Format für die Jahre 2026 bis 2030 vorgesehen. Für zahlreiche Nationalspieler bedeutete das einen enormen Stresstest. Schlager bekam ihn besonders intensiv zu spüren. Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick (früher RB) setzte den früheren Profi von RB Leipzig in allen vier Partien über die komplette Spielzeit ein. 360 Minuten innerhalb von elf Tagen, dazu Reisen und Training.

Rangnicks Mannschaft führt

Die Bilanz konnte sich sehen lassen. Österreich besiegte Israel und den Kosovo jeweils mit 3:1 und spielte anschließend in Irland 2:2 sowie am Sonntag in Pristina 1:1. Damit führt Rangnicks Auswahl ihre Gruppe in Liga B weiterhin an.

Beim inzwischen für Nottingham Forest spielenden Schlager war nach dem vierten Spiel allerdings nicht mehr viel Begeisterung für das neue Format übrig. Der 29-Jährige ärgerte sich zwar vor allem über den schlechten Rasen im Kosovo. Seine Kritik ging aber deutlich darüber hinaus.

Schlager moniert Belastung

Vier Spiele innerhalb von zwei Wochen seien bereits „ein Wahnsinn“, klagte Schlager im ORF. Gleichzeitig werde von den Profis erwartet, Kräfte zu sparen und guten Fußball zu spielen. Sein Eindruck nach den vergangenen Tagen: Hauptsache, es gebe immer mehr Spiele – wie es den Spielern dabei gehe, spiele kaum eine Rolle.

Gerade die abschließende Partie in Pristina wirkte wie Anschauungsmaterial für seine Kritik. Schlager sprach von einem Spiel „schwerst am Limit“. Direktes Passspiel sei auf dem schlechten Untergrund kaum möglich gewesen. Stattdessen habe es vor allem lange Bälle und Zweikämpfe gegeben.

Schlager stöhnte nochmal auf: "Diese Partie war meiner Meinung nach schwerst am Limit. Direktspiel ist gar nicht gegangen, jeder Ball ist versprungen, mit Fußball hatte das wenig am Hut. Das war eigentlich nur Ball nach vorne schießen, kämpfen und hoffen, dass der Schiedsrichter irgendwas pfeift."