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3. LIGA STATT PROFIKADER Die dritte Leihe trotz neuem Vertrag: Was ist der RB-Plan mit Schlieck?

Erst im Mai verlängerte RB Leipzig den Vertrag von Jung-Torhüter Timo Schlieck bis 2029. Jetzt folgt die dritte Leihe in Serie, diesmal zum kommenden Testspielgegner Verl. Warum setzt der Klub auf den Umweg statt auf Einsätze am Cottaweg?

03.07.2026, 21:27
RB-Keeoper Timo Schlieck wird zum dritten Mal verliehen: diesmal nach Verl.
RB-Keeoper Timo Schlieck wird zum dritten Mal verliehen: diesmal nach Verl. Foto: Imago/Motivio

Leipzig/hen – Sie wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich, die erneute Leihe von RB-Keeper Timo Schlieck. Erst im Mai verlängerte der Klub den Vertrag mit dem 20-Jährigen vorzeitig bis 2029, jetzt wird er für eine Saison an den Drittligisten SC Verl abgegeben. Es ist seine dritte Leihe am Stück.

Aus Dortmund an den Cottaweg

Vielleicht aber fügt sich die Personalie ja nahtlos in die Torwartplanung der Sachsen ein. Schlieck war 2021 aus dem Nachwuchs von Borussia Dortmund in die RB-Akademie gewechselt und unterschrieb drei Jahre später seinen ersten Profivertrag.

Seitdem aber ist er auf Tingeltangel. Nach einer Saison jeweils bei der zweiten Mannschaft des RSC Anderlecht und bei der SpVgg Greuther Fürth folgt nun bereits die dritte Ausleihe.

Wiedersehen mit dem Arbeitgeber

Der Grund ist einfach: Es gibt keinen Platz für den jungen Keeper im RB-Kader. Erst im Mai verlängerte der Klub die Verträge seines kompletten Torwart-Trios: Peter Gulacsi bis 2027, Leopold Zingerle bis 2028 und die neue Nummer 1, Maarten Vandevoordt bis 2030. Schlieck bleibt damit selbst der Platz als dritter Torwart verwehrt.

Dass er trotzdem einen neuen Vertrah erhalten hat, wirkt widersprüchlich, könnte aber ein Zeichen dafür sein, dass RB dem Schlußmann weiterhin den Sprung auf Bundesliga-Niveau zutraut. Gulacsi hört in einem Jahr bei RB auf, Zingerle in zwei.

Eine kleine Pointe hat die Leihe zudem. Lange muss Schlieck auf das Wiedersehen mit seinem Stammverein nicht warten. Bereits am 1. August empfängt RB den SC Verl um 12 Uhr zu einem Testspiel in Leipzig. Dann dürfte der 20-Jährige erstmals als Nummer 1 seinem eigenen Arbeitgeber gegenüberstehen.