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"Leipzig war mein Zuhause" Spanien im WM-Finale: Wie RB Dani Olmo zum Weltstar formte

Vom mutigen Wechsel nach Zagreb bis zum Durchbruch bei RB Leipzig: Dani Olmos ungewöhnlicher Karriereweg gipfelt im WM-Finale mit Spanien.

Aktualisiert: 17.07.2026, 15:37
Cesc Fabregas über Ex-RB-Profi Dani Olmo: "Er ist der beste Spieler Spaniens"
Cesc Fabregas über Ex-RB-Profi Dani Olmo: "Er ist der beste Spieler Spaniens" Foto: Imago/Gribaudi Image Photos

Atlanta/New York/hen, dpa – Ein wenig RB Leipzig steht am Sonntag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) ebenfalls im WM-Finale. Wenn Europameister Spanien auf Titelverteidiger Argentinien trifft, richtet sich der Blick aus sächsischer Sicht vor allem auf Dani Olmo. Der frühere RB-Profi kämpft um den größten Titel seiner Karriere – und erinnert sich bis heute mit großer Wärme an seine Zeit in Leipzig. „Leipzig war wie ein Zuhause für mich. Es war ein wichtiger Teil meiner Karriere. Da bin ich gereift, habe Titel gewonnen“, sagte der 28-Jährige.

Passender könnte die Bühne kaum sein. Olmo erlebt derzeit den Höhepunkt seiner Laufbahn. Die Weltmeisterschaft spiegelt dabei seinen ungewöhnlichen Karriereweg wider. „Ich musste mich immer wieder beweisen. Aber das ist kein Problem. Das ist das, was ich von mir selbst verlange“, sagt der Offensivspieler.

"Er ist der beste Spieler Spaniens"

Im ersten Gruppenspiel Spaniens, dem enttäuschenden 0:0 gegen Kap Verde, saß Olmo noch auf der Bank. Im Halbfinale gegen Frankreich (2:0) war er dann einer der herausragenden Akteure. Ex-Nationalspieler Cesc Fàbregas geriet ins Schwärmen: „Er ist der beste Spieler in Spanien. Es geht nicht um Tore oder Vorlagen. Es ist seine Intelligenz. Spieler wie er spielen nicht nur Fußball. Sie lösen Probleme.“

Auch die spanischen Medien feierten den früheren Leipziger. Das Portal El Español bezeichnete Olmo als „einen Dolch, unsichtbar für das Radar des Gegners“. 29 seiner 30 Pässe kamen an, dazu bereitete er das 2:0 vor. Seine Leistung gehe jedoch „über die Zahlen hinaus“.

Einsam in Zagreb

Dass Olmo heute auf der größten Fußballbühne der Welt glänzt, war alles andere als selbstverständlich. Mit gerade einmal 16 Jahren verließ er die berühmte Nachwuchsakademie La Masia des FC Barcelona und wechselte überraschend zu Dinamo Zagreb.

Über die Hintergründe sprach Olmo später nur selten. Der Schritt sei richtig gewesen, aber nicht leicht. „Es gab schwierige Momente. Meine Mutter und ich waren ein wenig einsam“, erinnerte er sich einmal. „Nur sie weiß, wie es uns dort ergangen ist. Ihr kommen heute noch die Tränen, wenn sie sich daran erinnert.“

Fünfeinhalb Jahre blieb Olmo in Kroatien, entwickelte sich vom Nachwuchsspieler zum Profi und Nationalspieler. Bereut habe er den Wechsel nie. „Ich wäre nicht der Spieler, der ich heute bin, wäre ich nicht dort geblieben“, sagte er. „Ich habe physisch viel gelernt. Und ich habe als 16-Jähriger mit Nationalspielern trainiert, die schon bei Weltmeisterschaften im Einsatz waren.“

Leipzig als Karrieresprung

2020 holte RB Leipzig den Spanier für letztlich mehr als 30 Millionen Euro in die Bundesliga. In vier Jahren gewann Olmo zweimal den DFB-Pokal und den Supercup, entwickelte sich zu einem der wichtigsten Offensivspieler der Sachsen und schaffte endgültig den Durchbruch in der spanischen Nationalmannschaft. Trotz wiederkehrender Verletzungen verdoppelte RB seinen Marktwert nahezu, ehe Olmo nach Barcelona zurückkehrte.

An Leipzig denkt er bis heute gern zurück. „Leipzig war wie ein Zuhause für mich. Es war ein wichtiger Teil meiner Karriere. Da bin ich gereift, habe Titel gewonnen“, sagte Olmo. Sein Traum sei zwar immer die Rückkehr zum FC Barcelona gewesen. Den letzten Schritt auf dem Weg zum WM-Finale machte er jedoch in Leipzig.