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Von Martin Henkel

Hilflos hinterhergehetzt Brügge düpiert auch RB Leipzig

Als es zum ersten Mal klingelte: Hans Vanakens Tor zum 1:1.

Als es zum ersten Mal klingelte: Hans Vanakens Tor zum 1:1.

RB Leipzig hat auch sein zweites Spiel in der Champions League verloren. Gegen den FC Brügge unterlag der Bundesligist zu Hause 1:2 (1:2). Eine Niederlage, die besonders schmerzt. Gegen die vermeintlichen Außenseiter aus Belgien hatte man sich am Cottaweg drei sichere Punkte erhofft. Stattdessen sitzt der Vorjahres-Vizemeister der Bundesliga mit null Punkten auf dem letzten Platz seiner Gruppe.

Die Rückkehr zur Viererkette hatte ihren Anteil an dem enttäuschenden Ergebnis. Trotz des 6:0 gegen die Hertha drei Tage zuvor stellte RB-Coach Jesse Marsch sein Team von einer Fünferkette wieder auf jene Formation um, die in den letzten Wochen für so viel Unruhe im Team gesorgt hatte. Das Ergebnis: ein frühes Kontertor durch Christopher Nkunku, das ihm der Videoschiedsrichter zusprach – und danach Chaos, Missverständnisse, Fehlpässe und ein Gegner, der immer besser mit den deutschen Hausherren zurande kam.

Ohne große Gegenwehr kombinierten sich die Belgier durch die Leipziger Reihen und näherten sich mit drei Schüssen dem Ausgleich an, die jedes Mal RB-Keeper Peter Gulacsi entschärfte (10., 11., 22.). Der vierte, abgegeben von Hans Vanaken, war schließlich drin (23.). Erneut entschied der Videoschiedsrichter.

Fahrige Zuspiele und schlechte Raumaufteilung

Kurz vor der Pause gingen die Belgier dann verdient in Führung. Mats Rits staubte einen abgefälschten Schuss von Hans Vanaken zum 2:1 ab (41.). Zwischen diesen beiden Treffern hetzten die Messestädter den belgischen Ballstafetten hilflos hinterher. Sie kamen aber weder ins Gegenpressing, noch konnten sie ihre eigenen Angriffe bis vor das Tor des früheren Liverpooler Torhüters Simon Mignolet tragen. Fahrige Zuspiele, eine schlechte Raumaufteilung und schwindender Mut würgten jeden Versuch ab. Ein Kopfball von Yussuf Poulsen in der 30. Minute war die einzige Leipziger Torchance bis zur Pause.

In der Kabine reagierte Marsch und tauschte Amadou Haidara für Konrad Laimer und Josko Gvardiol für Nordi Mukiele. RB hatte jetzt mehr Kontrolle und stand in der Defensive sicherer. Trotzdem blieb ein Schuss von Gvardiol in der vorletzten Spielminute die einzige erwähnenswerte Torchance für RB bis zum Abpfiff. Er strich ungefährlich für Mignolet übers Tor.

(RBlive/hen)