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Kohfeldt bleibt Bremen geht ohne neuen Coach ins Duell mit RB Leipzig

Florian Kohfeldt und Frank Baumann auf einer gemeinsamen Pressekonferenz.

Florian Kohfeldt und Frank Baumann auf einer gemeinsamen Pressekonferenz.

Das Halbfinale im DFB-Pokal wird zum Job-Endspiel: Trainer Florian Kohfeldt darf in Bremen weitermachen. Zumindest vorerst.

Baumann: "Haben uns mit Alternativen besch├Ąftigt"

Frank Baumann redete nicht drumherum. "Ich kann best├Ątigen, dass wir uns mit Alternativen besch├Ąftigt haben", sagte der Sportchef von Werder Bremen, doch Florian Kohfeldt darf in der Krise im hohen Norden als Trainer trotzdem weitermachen - zumindest vorerst. Das Halbfinale im DFB-Pokal am Freitag gegen RB Leipzig wird f├╝r den 38-J├Ąhrigen ein Endspiel. Wenn Werder ├Ąhnlich desolat auftritt wie zuletzt, dann, ja dann wird auch der treue Baumann handeln m├╝ssen - um den drohenden Abstieg noch irgendwie zu verhindern.

Kein Umbruch, sondern Reaktion gegen RB Leipzig

"Wir brauchen jetzt eine Reaktion der Mannschaft und des Trainers. Wir m├╝ssen ein komplett anderes Gesicht zeigen, wieder Zuversicht vermitteln", sagte Baumann, nachdem der Aufsichtsrat und die Gesch├Ąftsf├╝hrung der Gr├╝n-Wei├čen rund 48 Stunden ├╝ber die "dramatische Situation" in der Bundesliga beraten hatten. Und trotz des Klub-Negativrekords von zuletzt sieben Liga-Pleiten in Serie und angesichts nur noch eines P├╝nktchens Vorsprung auf den Relegationsplatz kamen Baumann und Co. zu der ├ťberzeugung, dass Kohfeldt noch das Zeug zum Retter hat. Wie im Vorjahr.

Werder Bremen bangt noch um den Klassenerhalt

Kohfeldt habe in den Gespr├Ąchen einen "sehr, sehr k├Ąmpferischen Eindruck gemacht" und den Glauben verspr├╝ht, dass der Klassenerhalt trotz der Talfahrt noch gelingen kann. Wie im vergangenen Sommer, als er den Klub "aus einer aussichtslosen Lage gerettet" habe ├╝ber den Umweg der Relegation. Aber einen Freifahrtschein f├╝r die drei verbliebenen Bundesligaspiele nach dem Pokalfight gegen Leipzig bekommt Kohfeldt nicht, obwohl wir den "Weg mit Florian weitergehen m├Âchten", wie Baumann sagte.

"Ich kann und will keine Garantien ├╝ber einen l├Ąngeren Zeitraum aussprechen", sagte Baumann, jedes Spiel sei f├╝r die klammen Hanseaten "extremst wichtig". Der erste Abstieg seit 1980 k├Ąme in der Coronakrise nicht nur sportlich einer Katastrophe gleich, sondern auch wirtschaftlich. Bremen tr├Ąumt davon, gegen Julian Nagelsmann und Co. vielleicht etwas "Besonderes erreichen" zu k├Ânnen, doch viel, viel wichtiger ist, dass "wir die Wende hinbekommen" in der Liga, sagte Baumann.

(sid)