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Von Martin Henkel

Macht Cunha den Selke? Hertha-Stürmer kehrt nach Leipzig zurück

Gingen im Winter getrennte Wege: RB-Trainer Nagelsmann und Cunha

Gingen im Winter getrennte Wege: RB-Trainer Nagelsmann und Cunha

Der Grund, warum Matheus Cunha nicht mehr bei RB Leipzig spielt: Er hat nicht getroffen, wie er gekonnt hätte. Mehr war da nicht, erklärte der Coach des sächsischen Bundesligisten, Julian Nagelsmann, Dienstagmittag auf der Pressekonferenz vor der Heimpartie gegen Hertha BSC (18.30 Uhr). Der Stürmer saß in der Hinrunde die meiste Zeit auf der Bank, also gab es im Dezember ein Gespräch mit einvernehmlicher Lösung. Im Januar war Cunha weg.

Cunha kann die Bilanz verbessern?

Dass er zur Hertha wechselte, tut der Partie natürlich gut. Denn geht es nach dem Trend der vergangenen sieben Spiele, dann wird das Duell mit großer Wahrscheinlichkeit ausgehen wie immer: Hertha verliert – und zwar deftig. Gegen kein anderes Team in der jüngeren Geschichte haben die Charlottenburger derart einstecken müssen: sechs Niederlagen und 26 Gegentreffer.

Mit Cunha allerdings haben sich die Chancen auf eine Bilanzkorrektur stark verbessert. Das hat in erster Linie zwar auch mit Herthas neuem Trainer Bruno Labbadia zu tun, dessen „Handschrift“ Nagelsmann nach zwei Partien im Amt bereits erkennt, sprich es wird solide verteidigt und gewitzt gekontert. Aber Cunha spielt beim starken Re-Start der Berliner nach der Corona-Pause eine nicht zu unterschätzende Rolle. Beim 3:0 in Hoffenheim schoss er ein Tor, beim 4:0 gegen Union Berlin auch.

In den zwei Partie zuvor hatte der 18 Millionen Euro teure Neuzugang ebenfalls getroffen. Der Tabellendritte aus Leipzig und sein Trainer sind also gewarnt. Die Hertha ist nicht mehr dieselbe wie beim 2:4 im November. Ob sie Cunhas Auftritt freilich fürchten: eher nicht.

Der Stürmer, der am Abend des Berliner Derbys Vater wurde, hat in Leipzig keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Sommer 2018 stieß er für 1,5 Millionen Euro aus der Schweiz vom FC Sion zu den Rasenballern. Die erste Saison verlief noch vielversprechend. Cunha brachte es auf 39 Pflichtspiele und schoss neun Tore. Dann kam Nagelsmann an den Cottaweg. Der Coach probierte ihn in der Vorbereitung auf der Spielmacherposition aus, schwärmte nach den ersten Eindrücken – und setzte mit Saisonbeginn trotzdem auf andere. Vornehmlich auf Marcel Sabitzer, Christopher Nkunku und Emil Forsberg. „Die haben es besser gemacht“, sagte Nagelsmann am Dienstag.

Cunha wie Selke?

Die Hinrunde war deshalb das Vorspiel zum Wechsel. Spielpraxis und Trainervertrauen machen bei einem Stürmer schließlich die halbe Miete. Labbadia gibt ihm beides. Herthas neuer Coach sieht Cunha zwar noch nicht „da, wo ich ihn sehen will“. Aber der Brasilianer sei eine Frohnatur und ein Energiebündel, damit also auch in der Kabine ein „Anstecker“. Sein Einsatz gegen RB ist also ausgemachte Sache. „Eine Rückkehr“ sei schließlich „immer eine Motivation“, so Labbadia, dem sie auf der Berliner Geschäftsstelle vielleicht zugetragen haben, dass man mit Einkäufen aus Leipzig gute Erfahrungen gemacht hat.

Der einzige Sieg gegen die Sachsen gelang der Hertha Dezember 2017. In Leipzig. Doppeltorschütze beim 3:2 war Davie Selke, Ex-RBler, der die „Roten Bullen“ nur wenige Monate zuvor ebenfalls im Frust verlassen hatte. (RBlive/mhe)