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Von Ullrich Kroemer

Ohne Worte Nüchterner Abschied von Timo Werner

Adieu, Timo Werner.

Adieu, Timo Werner.

Die Verabschiedung von Timo Werner vor seinem letzten Heimspiel für RB Leipzig fiel nüchtern aus. Kurz vor Anpfiff der Partie gegen Dortmund (0:2) hielt er flankiert von Geschäftsführer Oliver Mintzlaff und Sportdirektor Markus Krösche eine Fotocollage in die Kameras. Danach wurde auch Leihspieler Ethan Ampadu verabschiedet. Vor leeren Rängen versteht sich. In Corona-Zeiten sind keine rauschenden Abschiede mit Ehrenrunde zu erwarten. Doch auch eine Durchsage im Stadion für beide gab es nicht. Es lief weiter Musik, als der Rekordtorschütze ein letztes Mal in Leipzig die Schuhe schnürte. Ein Transparent für Werner von den Fans war auch nicht zu sehen.

Abschiedsfoto: Timo Werner mit Markus Krösche, Oliver Mintzlaff und Collage.

Abschiedsfoto: Timo Werner mit Markus Krösche, Oliver Mintzlaff und Collage.

Danach eilte er schnell in die Kabine, um die Besprechung von Trainer Julian Nagelsmann nicht zu verpassen. Wie bereits gegen Düsseldorf lief die Partie dann weitgehend an dem gebürtigen Stuttgarter vorbei. In seinem 158. Spiel für RB Leipzig – in seinen vier Jahren in Leipzig erzielte er 93 Tore und 40 Assists – wurde der Star der Leipziger in der 70. Minute ausgewechselt. Einen Torschuss aus spitzem Winkel gab der 24-Jährige ab, den BVB-Keeper Roman Bürki hielt (40.). Dazu ein, zwei gefällige Kombinationen, die nicht zum Ziel führten – mehr war von dem künftigen Londoner nicht zu sehen.

Man darf es ihm nachsehen, dass auch er am Ende einer ewig langen Saison, in der er 44 Einsätze hatte – die meisten aller Leipziger – und mit insgesamt 45 Scorerpunkten überragte, in einer verunsicherten Mannschaft zum Ende nicht mehr die nötige Kraft aufbringt und zudem nicht mehr so eingesetzt wurde, dass seine Stärken besser zur Geltung gekommen wären.

Nagelsmann: „Ich hätte gern mit ihm weitergearbeitet”

Bei der Auswechslung drückte Nagelsmann den Stürmer etwas länger als gewöhnlich und der gesamte Trainerstaff faustete mit Werner ab. „Er hat uns viele Tore besorgt, aber er ist auch ein toller Mensch, den wir vermissen werden. Ich habe nur ein Jahr mit ihm zusammengearbeitet und hatte nicht so viele prägende Erlebnisse mit ihm wie manch anderer im Klub”, sagte Nagelsmann. Es werde zum Abschied durchaus feuchte Augen bei einigen im Verein geben, so der Trainer. „Ich hätte gern mit ihm weitergearbeitet. Aber ich weiß, dass das keine Entscheidung von ihm gegen mich war, sondern für seinen neuen Klub.”

Werner selbst mochte sich wie bereits seit Wochen – mit Ausnahme seine Wechsel-Statements – nicht öffentlich äußern. Auch er ging wie die Klubverantwortlichen wortlos. „Er ist alt genug. Wahrscheinlich will er nicht tausend Fragen über Chelsea beantworten, weil er noch Spieler bei RB ist”, erklärte Nagelsmann. (RBlive/ukr)