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Rangnick kündigt Abkehr vom Rotationsprinzip an

Ralf Rangnick bleibt dabei, dass die Rotation bei RB Leipzig die richtige Entscheidung ist.

Ralf Rangnick bleibt dabei, dass die Rotation bei RB Leipzig die richtige Entscheidung ist.

Nach dem 2:3 gegen Red Bull Salzburg hatte Ralf Rangnick die Rotation bei RB Leipzig noch verteidigt. Das hat er einen Tag später korrigiert.

Ralf Rangnick verteidigt trotz Niederlage RB-Rotation

Am Morgen nach der schmerzhaften Niederlage gegen den Bruder-Klub aus Österreich hat der Trainer die Partie mit seinem Team analysiert, und ist auch aufgrund der Regelbrüche einiger Spieler bei der Vorbereitung auf die Partie zu dem Schluß gelangt, dass er seine Rotationspläne vorerst auf Eis legen muss. Zumindest für die kommende englische Woche, in der die Sachsen Spiele gegen Frankfurt, Stuttgart und Hoffenheim absolvieren.

Rangnick sagte: „Ein Stück weit kann es sein, dass wir unsere Rotation außer Kraft setzen. Wir sind ja eigentlich davon ausgegangen, dass alles 18 Spieler die gleichen Einsatzchancen bekommen. Aber so einen Auftritt wie gestern können wir nicht ignorieren. Wollen wir auch nicht. Wir können nicht sagen: Ja, ja, das wird schon wieder.“

Was dem Chefcoach bei seiner Planänderung entgegenkommt, sind die nächsten drei Partien innerhalb von zehn Tagen, aus denen sich Belastungen ergeben, die auch für alle anderen Bundesligaklubs gelten. „Auch die haben eine englische Woche, deshalb werden wir damit schon am Sonntag und in den Spielen danach damit beginnen, jeweils mit den Spielern ins Rennen zu gehen, von denen wir glauben, dass wir die größte Chance haben zu gewinnen.“

Ganz aufgeben will Rangnick seine Frische- und Fitnessrotation freilich nicht. „Das spielt auch  weiterhin eine Rolle. Aber nur, weil jemand frisch oder gesund ist, wird er kein Anrecht auf einen Einsatz haben.“

Neue Aufstellungsprinzipien

Mit dieser Rückkehr zu einem Modus, eher nach Leistung, Bereitschaft und Wille die jeweiligen Startformationen zu bestücken, rückt Rangnick von seinen Aussagen ab, die er noch in der Nacht zuvor nach dem Spiel gegen Salzburg in Bezug auf seine Rotationspraxis getätigt hatte. Der Coach hatte für diese Partie seine Mannschaft erneut auf  sieben Positionen verändert. Von der Startelf gegen Hannover standen lediglich Nordi Mukiele, Ibrahima Konaté, Kevin Kampl und Stefan Ilsanker erneut in der Startelf.

„Ich bleibe dabei, dass wir den Kader gleichmäßig entwickeln und zum Einsatz bringen wollen. Bis jetzt war das auch genau richtig so. Natürlich hätten wir Emil Forsberg oder Yussuf Poulsen 90 Minuten lang über den Platz jagen und einen, der schon gegen Hannover draußen blieb, draußen lassen können“, versuchte der Trainer von RB Leipzig möglicher Kritik den Wind aus den Segeln zu nehmen. „Ich glaube nicht, dass das der Weisheit letzter Schluss gewesen wäre. Denn dann hätte Forsberg zum Beispiel in Frankfurt gar nicht oder nur 30 Minuten spielen können.“

Yussuf Poulsen sah die Rotationsbemühungen seines Trainers mit dem frischen Eindruck der Niederlage gegen Salzburg etwas kritischer. „Sieben Mann zu rotieren, hat gegen Hannover funktioniert, heute nicht“, gab er nach dem Spiel zu Protokoll. „Darüber sollten wir uns vielleicht Gedanken machen.“ Der Däne kritisierte aber einige Mitspieler dafür, dass „sie nicht mit 100 Prozent Einsatz auf dem Platz standen“.

„Wir wollten in die Europa League, damit jeder im Kader Spielzeit kriegt“, zeigte Rangnick, dass er sich bei den vielen Wechseln in den englischen Wochen durchaus Gedanken gemacht hatte. „Wenn wir immer dieselben aufstellen würden, weiß ich nicht, was das mit der Mannschaft machen würde.“

Ein kleines Stück war Rangnick aber auch schon zu diesem Zeitpunkt von seinen klaren Rotationsvorgaben abgewichen. „Wir werden uns genau anschauen, wer bereit ist für die Spiele“, kündigte er an, dass das Leistungsprinzip durch das Rotationsprinzip nicht völlig ausgehebelt werden soll.