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Trifft Nkunku auch in Hoffenheim? Marsch: „Er hat keine Schwäche“

Christopher Nkunku (l.) und Coach Jesse Marsch.

Christopher Nkunku (l.) und Coach Jesse Marsch.

Das Urteil von Jesse March ist ebenso klar wie schwärmerisch. „Er hat keine Schwäche“, sagte der Trainer von Fußball-Bundesligist RB Leipzig über Christopher Nkunku. Der Franzose ist das Gesicht des Aufschwungs beim Vizemeister, der nach seinem Stotterstart seit mittlerweile sieben Liga-Spielen ungeschlagen ist. Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei der TSG 1899 Hoffenheim soll Nkunku die nächste Show liefern und seinen bisher elf Saisontoren weitere folgen lassen.

Dafür kommt im Kraichgau durchaus wieder die Rolle als zentraler Stürmer infrage. Denn der dortige Platzhirsch, Yussuf Poulsen, ist vorerst zum Zuschauern verdammt. „Das ist die schlimmste Nachricht für uns. Yussi hat einen Muskelfaserriss in der Wade und fällt für drei bis fünf Wochen aus. Er war in der besten Form seiner Karriere, das ist nicht so gut für uns“, sagte Marsch. Für Poulsen wird wohl André Silva beginnen und direkt neben Nkunku stürmen.

Nkunku hat im Angriff von RB Leipzig schon fast alle Rollen durch

Nkunku hat in der Leipziger Offensive schon fast alle Rollen durch. Linker Zehner, rechter Zehner, hängende Spitze und zentraler Stürmer. „Je näher er am Tor ist, desto besser ist das für uns und für Christo“, sagte Marsch. Groß motivieren muss er seinen 24 Jahre alten Top-Spieler erst gar nicht. „Er hat viele Belohnungen bekommen, da muss ich ihn gar nicht überzeugen.“

Noch nicht ganz überzeugt von Nkunku ist Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps. Der ignorierte den Offensivkünstler auch bei der jüngsten Nominierungsrunde und teilte schlicht mit, Nkunku solle einfach weiter so gut Leistungen bringen. Angesichts von 18 Torbeteiligungen in 17 Saisonspielen fragt man sich da schon, was der gute Mann denn noch alles machen muss.

Sieg von RB Leipzig gegen Borussia Dortmund war Jesse Marschs Meisterwerk

Überzeugt ist mittlerweile dafür die Mannschaft von der Spielidee des Trainers. Zumindest war auf dem Platz zuletzt eine deutlicher Leistungssteigerung zu vernehmen. Der Sieg gegen Borussia Dortmund vor der Länderspielpause war bisher Marschs Meisterwerk. „Unser Job ist es jetzt, dieses Momentum zu nutzen“, sagte der 48-Jährige. Gewinnt Wolfsburg am Samstag in Bielefeld nicht, kann Leipzig mit einem Sieg auf Platz vier springen. Damit wäre man nach zwölf Spieltagen endlich da angekommen, wo man sich selbst sieht.

Bis auf Poulsens Ausfall gibt es personell fast nur gute Nachrichten. Beim Team des früheren RB-Jugendtrainers Sebastian Hoeneß kann Marsch wieder auf zwei wichtige Stützen in der Abwehr zurückgreifen. Willi Orban und Nationalspieler Lukas Klostermann haben ihre Verletzungen im Oberschenkel auskuriert. „Sie sind sicher Kandidaten für die Startelf“, sagte Marsch. (dpa)