RB am Transfer-Deadline Day Überraschende Leihe zu Galatasaray? An diesen Wechseln arbeitet RB noch mit Hochdruck
So viel Betrieb war am letzten Transfertag noch nie: RB Leipzig hat noch zwei Spieler verpflichtet und drei abgegeben, zwei bis drei weitere könnten noch gehen. Alle Aktivitäten des letzten Transfertages in der Übersicht.

Leipzig – RB Leipzig hatte und hat auf den letzten Drücker noch jede Menge zu tun auf dem Transfermarkt. Zwei bis drei Spieler sollen den Klub noch verlassen. Die Übersicht:
(Geplante) Zugänge bei RB Leipzig
Marc Guiu (fix): Das Mittelstürmer-Talent vom FC Chelsea hat am Morgen bei RB Leipzig unterschrieben. Das gab der Klub am Vormittag bekannt. Guiu kostet etwa 17 Millionen Euro – in diesem Sommer geradezu ein Schnäppchen für einen Stürmer – und hat einen langfristigen Vertrag bis 2031 unterschrieben. Der 1,87 Meter lange U21-Nationalspieler hat die berühmte La-Masia-Schule des FC Barcelona durchlaufen und kommt nun vom FC Chelsea nach Leipzig, wo er allerdings in den vergangenen beiden Jahren kaum gespielt und kein einziges Premier-League-Tor erzielt hat. Doch der 20-Jährige ist eine Investition in die Zukunft, die die Verantwortlichen ihm bei RB eher zutrauen als Conrad Harder.
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Neil El Aynaoui (fix): Ganz am Ende eines langen und schwierigen Transferfensters im WM-Jahr, in dem die Preise für begehrte Offensivspieler durch die Decke gegangen sind, hat RB den Nachfolger für Xaver Schlager gefunden. Das gab der Klub nach Schluss der Transferphase bekannt. Die Leihgebühr für den Sechser und Achter soll etwa vier Millionen Euro betragen; durch eine Kaufoption könnte El Aynaoui, der jedes WM-Spiel für sein Heimatland als Stammspieler bestritten hat, im kommenden Jahr für weitere 25 Millionen Euro fix Leipziger werden.
Sohn von Tennisprofi Younes El Aynaoui
Der 1,85-Meter-Mann – Sohn von Ex-Tennisprofi Younes El Aynaoui – ist der gewünschte Box-to-box-Spieler, den RB Leipzig schon seit Jahren sucht. Die Verpflichtung des marokkanische Antreibers und Taktgebers im Mittelfeld ist ein kluger Transfer an einer wichtigen Schaltstelle im RB-Spiel.
(Geplante) Abgänge bei RB Leipzig
Conrad Harder (fix): Der häufig zu ungestüme Sturmbüffel verabschiedete sich am Samstag von den Kollegen und wechselt auf Leihbasis nach Frankreich zu Racing Straßbourg. Das bestätigte RB am Dienstagmorgen. Harder kam vor einem Jahr als Last-Second-Transfer mit viel Vorschusslorbeeren und maximal selbstbewusst von Sporting Lissabon, konnte aber die hohe Ablöse von 24 Millionen Euro nicht rechtfertigen. Doch der Däne wird zunächst nur ein Jahr ausgeliehen – ohne Kaufoption.
Suleman Sani (in Arbeit): Dieser Transfer ist wirtschaftlich ein Kunststück: Der Wechsel des Nigerianers aus der Slowakei war ein komplettes Missverständnis. Nun wird der Flügelstürmer nach nur einem guten halben Jahr ohne eine einzige Spielsekunde bei RB an Saudi-Klub Al Qadsiah weiterverschoben – mit drei Millionen Euro Gewinn. Wie es dem 19-Jährigen damit geht, Spekulationsobjekt zu sein, steht auf einem anderen Blatt.
Bitshiabu zu Galatasaray?
El Chadaille Bitshiabu (in Arbeit): Nach der geplatzten Leihe zu Lens braucht Rasenballsport einen anderen Abnehmer für den langen Abwehrspieler, dem sonst angesichts der Konkurrenz wie Castello Lukeba und Maxime Esteve Ersatzbank und Tribüne drohen. Eine Leihe zu Red Bull Salzburg stellte sich als Ente heraus. Laut Sky haben sich Bitshiabu, RB und Galatasray am letzten Transfertag auf eine Leihe geeinigt – angeblich mit Kaufoption. Das wäre schade, denn Bitshiabu war eigentlich als Back-up für Lukeba verpflichtet worden, nun sieht es so aus, als sei das Kapitel RB für ihn beendet.
Arthur Vermeeren: Vermeeren hat eine starke Vorbereitung gespielt und durfte sich am Samstag beim Bundesligaauftakt sogar für zehn Minuten zeigen. Doch für den Belgier gibt es derzeit keine wirkliche Wechseloption, sodass derzeit vieles auf einen Verbleib hindeutet. Nun wäre nur noch ein Transfer in eine Liga möglich, in der das Transferfenster noch geöffnet ist.
Ayodele Thomas (fix): Der im Winter geholte, aber bislang nicht in Leipzig angekommene Linksaußen sammelt nun wieder Spielpraxis in seiner Heimat. Mittelklasseklub NEC Nijmwegen kaufte den 19-Jährigen für etwa eine Million Euro. So verlässt der Teenie Leipzig genau wie Suleman Sani ohne ein einziges Profispiel absolviert zu haben.
Joyeux Masanka Bungi (fix): Der Teenager soll Spielpraxis sammeln. Die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart hat den Linksverteidiger für eine Saison ausgeliehen.