Verhandlungen weit fortgeschritten

Bericht: Eberl soll ab 2023 Sportchef bei RB Leipzig werden

Von ukr Aktualisiert: 30.07.2022, 20:30
Soll neuer starker Sportchef bei RB Leipzig werden: Max Eberl.
Soll neuer starker Sportchef bei RB Leipzig werden: Max Eberl. (imago/jdp)

Paukenschlag in der Sportdirektoren-Frage bei RB Leipzig: Max Eberl soll laut Informationen von Sky Geschäftsführer Sport beim sächsischen Bundesligisten werden. Die Verhandlungen mit dem 48-Jährigen seien bereits weit fortgeschritten, der Ex-Gladbacher soll eine neue Position bekleiden, die es bislang in der Struktur von RB Leipzig nicht gibt.

Eberl soll jedoch erst ab Januar 2023 beginnen wollen. Mintzlaff hatte nach mehreren verschobenen Terminen gesagt, dass der neue Sportdirektor nach Ablauf der Sommertransferperiode vorgestellt werden soll. 

Max Eberl wäre Medienprofi, Sympathieträger, Aushängeschild und Stratege für RB Leipzig

Die Personalie wird bei RB Leipzig seit Monaten diskutiert, diverse Kandidaten sagten ab, immer wieder verschob RB Leipzig die Vorstellung des „1A-Plus-Kandidaten”. Auch über Eberl, der im Januar 2022 mit einem Erschöpfungssyndrom seinen Vertrag bei Borussia Mönchengladbach beendet hatte, war schon einmal diskutiert worden. Doch damals war eine Zusammenarbeit kein Thema. Das hat sich nun offenbar geändert.

Ende Juni hatte Mintzlaff bekanntgegeben, dass der neue Sportdirektor nicht wie geplant mit ins Trainingslager reisen werde, sondern dem bisherigen Kandidaten abgesagt wurde, weil sich für RB kurzfristig „eine neue Chance” ergeben habe. Das soll nun Max Eberl sein, der in Mönchengladbach ab 2008 Sportdirektor war und den Klub nicht nur strategisch vorangebracht hat, sondern auch Aushängeschild für die „Fohlen” war. In Eberl hätte RB Leipzig den kameraerfahrenen Medienprofi ebenso wie den sportlich bestens vernetzten Planer mit Weitblick. Nur dass ein Kandidat aus dem Ausland kommen soll, was Mintzlaff betont hatte, trifft nicht zu. Doch dass Eberl die Liga bestens kennt, ist eher ein Vorteil.

Für Eberl ist das Gerücht heikel. Viele Gladbacher Fans lehnen das Klubkonstrukt von RB Leipzig ab. Dass der Sympathieträger nun nach Leipzig wechseln will, dürfte in den Fanszenen bundesweit heiß diskutiert werden. Bleibt abzuwarten, ob der Coup auch nach der Veröffentlichung des Gerüchts Bestand hat oder sich zerschlägt wie einst bei Liverpools Kaderplaner Michael Edwards.

Update: Mintzlaff mochte das Gerücht bei Sat1 nicht kommentieren. „Wir haben uns abgewöhnt, alles zu kommentieren”, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung und Vereinsvorstand von RBL. „Wenn sie auf die Sportdirektor-Position abzielen, können wir sagen: Wir melden uns, wenn wir etwas verkünden können. Wir sind in guten Gesprächen, es gibt aber noch keine Unterschrift.”

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