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Triumph auf der Terrasse Keita gewinnt englische Meisterschaft mit Liverpool

Noch hat er sein ganzes Potenzial bei Liverpool nur angedeutet: Naby Keita mit Jürgen Klopp.

Noch hat er sein ganzes Potenzial bei Liverpool nur angedeutet: Naby Keita mit Jürgen Klopp.

Der Ex-Leipziger Naby Keita hat mit dem FC Liverpool zum ersten Mal die englische Meisterschaft gewonnen – und zwar als TV-Zuschauer auf einer Hotel-Terrasse. Nach 30 Jahren holte das Team von Trainer Klopp die englische Meisterschaft zurück nach Anfield. Und die Euphorie an der Merseyside kannte keine Grenzen. Trotz Versammlungsverbots strömten am Donnerstagabend Tausende Fans zum Stadion in Anfield und feierten den ersten Titel seit 30 Jahren dicht gedrängt und mit Pyrotechnik.

„Großer Stolz, eine große Leistung und vor allem die Arbeit des gesamten Teams belohnt. Dank meiner Familie, den Liverpool-Anhängern für ihre andauernde Unterstützung, aber auch den Menschen in Guinea, denen ich auch diesen Titel des englischen Meisters widme”, schrieb Keita bei Instagram. „WIR SIND GEWINNER. WIR SIND LIVERPOOL UND DAS BEDEUTET MEHR”, so der Mittelfeldspieler.

Klopp unter Tränen: „Hätte nie gedacht, dass ich mich so fühlen würde”

Liverpool hatte bereits am Mittwoch mit 4:0 bei Crystal Palace gewonnen. Nun machte die 1:2-Niederlage des deklassierten Tabellenzweiten Manchester City beim FC Chelsea den lang ersehnten Titel für Liverpool perfekt. Schon lange vor dem Abpfiff der Partie in London tauchten in Liverpool die ersten Fans am Stadion Anfield auf, schwenkten ihre Fahnen und zündeten rotes Leuchtfeuer. Wegen der Coronavirus-Pandemie hatte die Stadt vor einer Party gewarnt. Auch Klopp mahnte: „Feiert gerne zu Hause mit Bier, aber bleibt zu Hause.” Die Fans hielten sich natürlich nicht daran.

Nach dem Gewinn der Meisterschaft wurde Klopp von seinen Gefühlen völlig überwältigt. „Was soll ich sagen, es ist ein unglaublicher Moment”, sagte der Coach unter Tränen nach seinem historischen Triumph mit dem FC Liverpool. „Ich hätte nie gedacht, dass ich mich so fühlen würde.”

Klopp und sein Starensemble um Mohamed Salah, Sadio Mané und Virgil van Dijk - im Vorjahr Champions League Sieger - hatten das Man-City-Spiel gemeinsam auf der Terrasse eines Hotels in Liverpool geschaut. „Wir sind in einer Blase”, sagte Klopp. „Abgesehen von dieser Feier machen wir heute Abend nichts. Wir fahren zum Trainingsgelände und dann nach Hause, das ist alles.” Kurz darauf musste der Coach das Interview abbrechen, weil er in Tränen ausbrach.

Letzter Meister-Trainer Kenny Dalglish: „Eingesperrt und gevierteilt"

Auch Teamkapitän Jordan Henderson hatte feuchte Augen. „Einmalig”, schwärmte er. „Ich freue mich so sehr für all die Jungs, für die Fans, den gesamten Club, die Stadt. Ich bin ein bisschen überwältigt gerade, es ist ein tolles Gefühl. Und ich bin einfach so stolz auf das, was wir erreicht haben.”

Sogar Liverpools Vereinslegende Kenny Dalglish, der letzte Trainer, der den Meistertitel nach Anfield holte, hatte bei einer Liveschalte des Senders BT Sport Tränen in den Augen und schwärmte von Klopp. „Er ist einfach fantastisch und verkörpert alles, wofür Liverpool steht”, lobte Sir Kenny und scherzte: „Wenn damals jemand gesagt hätte, dass es 30 Jahre dauert, wäre der eingesperrt und gevierteilt worden.”

Ex-Liverpool-Profi Steven Gerrard - inzwischen Trainer der Glasgow Rangers, aber immer noch Liverpool-Fan - gratulierte auf Instagram. „Unglaubliche Leistung einer fantastischen Mannschaft von Topspielern, angeführt von einem Weltklasse-Trainer”, schrieb Gerrard. „Lasst die Party beginnen.”

Naby Keita war in dieser Saison immer wieder von Verletzungen (Muskelbündelriss und Leistenprobleme) heimgesucht worden und hatte nur elf Einsätze in der Premier League – mit einem Tor und einer Vorlage. Im Vorjahr war er auf 25 Einsätze gekommen. Noch ist Keita, der RB Leipzig 2018 nach zwei Jahren verlassen hatte, der ganz große Durchbruch an der Merseyside nicht geglückt. Doch der zierliche Mann aus Conakry darf sich bereits Champions-League-Sieger und Premier-League-Gewinner nennen. (RBlive/dpa/ukr)