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Von Thomas Fritz

"Haben wir dumm vergeben" Wie der FC Eilenburg beinahe Geburtshelfer von RB wurde

Der erste Pr├Ąsident von RB Leipzig, Andreas Sadlo, f├╝hrte vor der Vereinsgr├╝ndung 2009 auch Gespr├Ąche mit dem FC Eilenburg.

Der erste Pr├Ąsident von RB Leipzig, Andreas Sadlo, f├╝hrte vor der Vereinsgr├╝ndung 2009 auch Gespr├Ąche mit dem FC Eilenburg.

Vielen Fans von RB Leipzig wird es gar nicht bewusst sein. Aber der FC Eilenburg, Testspielgegner der RB-U19 am Donnerstag (17.30 Uhr), w├Ąre anstatt des SSV Markranst├Ądt beinahe Geburtshelfer Rasenballsports geworden. Nur die sportliche Misere und der Oberliga-Abstieg in der Saison 2008/2009 verhinderten den Einstieg des ├Âsterreichischen Brausekonzerns in der Muldestadt im Nordosten von Leipzig. 

Das Testspiel RB Leipzig gegen den FC Eilenburg im Liveticker verfolgen.

Nachdem Option eins, die ├ťbernahme des FC Sachsen, am Widerstand von Fans und Verantwortlichen gescheitert war, sondierte ein Vertrauter von Michael K├Âlmel - bis 2016 Besitzer des Leipziger Zentralstadions - weitere Optionen. Und die hie├čen ZFC Meuselwitz, Markranst├Ądt sowie Eilenburg. Otto Schl├Ârb, Vorsitzender von K├Âlmels ZSL-Betreibergesellschaft, die u. a. die Arena Leipzig sowie die Red Bull Arena verwaltet, f├╝hrte Gespr├Ąche mit dem damaligen Eilenburg-Pr├Ąsidenten Wolfgang Patitz, wie RBlive-Autor Ulli Kroemer in seinem Buch "RB Leipzig - Der Moderne Fu├čball" beschreibt. Auch Andreas Sadlo, sp├Ąter erster RB-Pr├Ąsident, war aufgrund der zahlreichen hervorragenden Trainingspl├Ątze vom Einstieg beim Traditionsverein aus Nordsachsen ├╝berzeugt.

Red Bull wollte Eilenburg f├╝nf Jahre unterst├╝tzen

Laut Patitz habe RB in der Saison 2008/09, also ein Jahr vor der Vereinsgr├╝ndung, in den Standort investiert. Es war eine Kooperation angedacht, "f├╝r mehr als f├╝nf Jahre", so Patitz. F├╝r den Erwerb der Oberliga-Lizenz w├Ąre wohl ein hoher sechsstelliger Betrag nach Eilenburg geflossen, unterschriftsreife Vertr├Ąge lagen vor. Die Mitglieder hatten ebenfalls keine Bedenken gegen den bei Fu├čball-Puristen schon damals wenig geliebten Gro├čsponsor, der 2005 Austria Salzburg ├╝bernommen hat.

Nur die Mannschaft machte den gro├čen Pl├Ąnen einen Strich durch die Rechnung und stieg ausgerechnet 2009 aus der Oberliga ab. Trotz vier von Red Bull finanzierter Zug├Ąnge. F├╝r Ex-Vereinsboss Patitz eine riesige Chance, "die wir dumm vergeben haben". Der Rest ist Geschichte: RB ├╝bernahm 2009 beim SSV Markranst├Ądt die ersten drei M├Ąnnermannschaften sowie das Seniorenteam und stieg mit Trainer Tino Vogel schon in Jahr eins von der Oberliga in die Regionalliga auf. (RBlive/fri)