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RBS-Fans fordern Ende des „Selbstbedienungsladens Salzburg“

Fans von Red Bull Salzburg sind nicht sehr erfreut über Leipzig-Transfers. Foto: Imago.

Fans von Red Bull Salzburg sind nicht sehr erfreut über Leipzig-Transfers. Foto: Imago.

Fans von Red Bull Salzburg haben in einem offenen Brief deutliche Kritik an der Transferpolitik ihres Vereins geübt. Das dokumentiert laola1.at. Seit Bestehen von RB Leipzig sei „eine komplette Kampfmannschaft plus Ersatzkeeper nach Leipzig abgewandert, teilweise zu sehr unglücklichen Zeitpunkten“.

Man habe „völliges Verständnis für Spieler“, die den Schritt raus aus der österreichischen Liga gehen wollen: „Kein Verständnis hingegen haben wir für die Politik eines ‚Selbstbedienungsladens Salzburg‘. Es kann nicht angehen, dass den Salzburgern wichtige Spieler abhandenkommen, weil Leipzig und ein Herr Rangnick einfach ‚Bedarf‘ haben.“

Kritisch sehe man vor allem Transfers wie den von Naby Keita, bei dem „uns versprochen“ wurde, dass er noch die Champions-League-Qualifikation mit Salzburg bestreitet. Gewechselt ist Keita nach Leipzig dann allerdings bereits zu Beginn der Vorbereitung Anfang Juli. Auch mit Bernardo habe man nun einen Spieler kurzfristig und noch vor Beginn der Gruppenphase in der Europa League an Leipzig verloren.

Aus ihrer Sicht der Dinge leiten die Anhänger entsprechende Forderungen ab: „Wir fordern eine ganz klare Trennung dieser beiden Vereine [Leipzig und Salzburg/ Anmerkung der Redaktion], die über das geschriebene bzw. kolportierte Wort  hinaus geht! Man kann bei Spielern, die für ein sportliches Fortkommen essentiell sind, auch auf Vertragseinhaltung drängen, wie das beispielsweise in der deutschen Bundesliga Gang und Gebe ist.“

Die Salzburger Fans folgen mit ihrer Kritik ihrem Ex-Spieler Martin Hinteregger, der das Verhalten Leipzigs und Ralf Rangnicks bei Transfers beklagt und behauptet hatte, dass über Transfers in Leipzig und nicht in Salzburg entschieden werde. RB Leipzig hatte darauf mit scharfen Worten reagiert und betont, dass Ralf Rangnick ausschließlich in Leipzig und nicht in Salzburg in der Verantwortung steht.