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„Gegner wissen, wie man uns stoppen kann”: Hasenhüttl erklärt 0:1 gegen Wolfsburg

Ralph Hasenhüttl

„Die Gegner sind cleverer”: Ralph Hasenhüttl (Foto: imago).

Ralph Hasenhüttl hat am Sonntagmittag nach dem Regenerations- beziehungsweise Spielersatztraining der RB-Kicker einige Erklärungsansätze für die 0:1-Niederlage gegeben. Der Trainer von RB Leipzig warb dafür, die Pleite und den aktuellen Leistungsstand des Teams realistisch einzuordnen.

„Wenn man mal nicht in Führung geht, braucht man eben auch mal ein bisschen Geduld, muss sich andere Lösungen überlegen”, sagte Hasenhüttl. „Wir haben viele Lösungen gesucht, aber so richtig funktioniert hat keine.” Zur Frage, ob sein Team taktisch flexibel und variabel genug sei, sagte der 49-Jährige: „Wir haben immer wieder mit Ausfällen zu Kämpfen, die uns etwas von unserer Variabilität nehmen.” Konkret benannte Hasenhüttl Yussuf Poulsen. „Wenn wir in Führung sind, sind im Verwalten gut variabel, da können wir gut agieren. Aus Rückständen ist uns das zuletzt nicht mehr so gut gelungen. Daran müssen wir arbeiten.”

Ralph Hasenhüttl: „Niederlagen haben etwas Bereinigendes”

Hasenhüttl warb auch für eine realistische Bewertung der Niederlage und Tabellensituation von RBL. Er sagte: „Bis auf Bayern gibt es keine Mannschaft, die locker über diese Mannschaften hinwegspielt. Auch die Mannschaften um uns herum gewinnen nicht mal so einfach sieben, acht Spiele am Stück. Diese Spiele sind alle sehr, sehr eng. Es ist uns gestern nicht gelungen, dieses Spiel auf unsere Seite zu ziehen. Aber das ist normal. Wenn man uns als Aufsteiger nicht zugestehen kann, dass wir soetwas mal erleben müssen, wem dann?”

Der Cheftrainer erklärte die verloren gegangene Leichtigkeit auch durch die taktisch besser eingestellte Konkurrenz. „Es wird auch nicht einfacher, man kennt sich jetzt. Die Gegner sind cleverer, sie wissen mittlerweile, wie man uns ein bisschen stoppen kann”, sagte der Steirer. „Wir bekommen jetzt den Fluch der guten Tat zu spüren, dass wir immer auf Gegner treffen, die das Maximum in die Spiele legen. Aber Niederlagen haben auch oft etwas Bereinigendes. Für mich ist es gut zu sehen, wie wir damit umgehen, ob wir in Aktionismus verfallen oder uns unserer Stärken besinnen.”

„In Bremen wieder Spiel auf unsere Seite ziehen”

Mit Blick auf die mögliche Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb sagte der Fußballlehrer: „Dennoch haben wir eine fantastische Chance, etwas ganz Großes in dieser Saison zu erreichen. Dass der Weg dahin noch weit ist, habe ich immer wieder betont.” In Bremen müsse das Team wieder versuchen, sich „besser zu verkaufen und das Spiel auf unsere Seite zu ziehen”.

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