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Naby Keita drittteuerster Transfer der Bundesligageschichte

Rund 70 Millionen Euro fließen für den Wechsel von Naby Keita zum FC Liverpool. Lediglich zwei Bundesligatransfers konnten bisher höhere Summen erlösen.

Ousmane Dembele teuerster Bundesliga-Transfer aller Zeiten

Der teuerste Bundesligaspieler ist seit kurzem Ousmane Dembele, der für bis zu knapp 150 Millionen Euro zum FC Barcelona wechselte. Um den Transfer nach nur einem Jahr bei Borussia Dortmund durchzusetzen, erschien der Franzose nicht mehr zum Teamtraining.

Teuer war vor zwei Jahren auch Kevin de Bruyne. Rund 75 Millionen ließ Manchester City damals springen, um den Belgier vom VfL Wolfsburg loszueisen. Naby Keita landet nun in ähnlichen Dimensionen.

Kritik an steigenden Transfersummen

Der Keita-Transfer ist natürlich auch Wasser auf die Mühlen jener, die die steigenden Transfersummen kritisch und als Problem für den Fußball sehen. Vor allem der Neymar-Transfer von Barcelona zu Paris Saint-Germain für über 200 Millionen Euro war Auslöser für diese Debatten.

Mönchengladbachs Manager Max Eberl forderte deswegen ein Eingreifen der UEFA. „Bei solchen Summen wie jetzt in Paris liegt eine Einflussnahme von Dritten vor – und die ist verboten“, erklärt er bei BILD und fordert einen Punktabzug in der Champions League für die Franzosen.

Hans-Joachim Watzke sieht keine unmoralischen Summen

Dortmunds Hans-Joachim Watzke sieht angesichts der hohen Ablösen seine „Vorstellungskraft“ überstiegen. Von Moral will er in dem Zusammenhang trotzdem nicht reden. „Das Ganze ist extrem, aber ‚unmoralisch‘ würde ich es deshalb nicht nennen. ‚Unmoralisch‘ gibt’s im Fußball bezogen auf Ablösesummen nicht. In diesem Geschäft gilt, dass der Stärkere gewinnt, und dass lässt sich eben nicht sozialistisch regeln“, erklärt er bei businessinsider.de.

„Fast jeder würde das Geld nehmen, wenn wir mal ehrlich sind. Was soll denn ein Klub sagen, dem eine hohe Summe für einen Spieler geboten wird? ‚Nein, das ist unmoralisch, das nehme ich nicht‘? Ich kann jeden verstehen, der sagt, die Summen seien nicht mehr nachvollziehbar, aber bei dem Begriff ‚unmoralisch‘ sollte man vorsichtig sein. Wenn ein Geschäft zwischen zwei Partnern nicht sittenwidrig ist, dann passt das“, fügt er hinzu.

Martin Hinteregger würde auch viele Millionen für Naby Keita zahlen

Naby Keitas ehemaliger Mitspieler in Salzburg Martin Hinteregger sieht die Entwicklung der Ablösesummen derweil kritisch. „Das nimmt eine Richtung an, wo man sich fragen muss, ob das dem Fußball gut tut“, erklärt er laut Sky. In Bezug auf Keita hält er solche Summen aber durchaus für vertretbar. „Wir haben schnell gesehen, was er für ein Talent hat. Für Naby sind 50 Millionen Euro nicht so viel.“


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