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„Anarchischer Unterschiedspieler”: Weshalb Rangnick Kevin Kampl holte

Um Kevin Kampl zum zweiten Mal zu kaufen, hat Ralf Rangnick einige Verhandlungstage in Kauf und so viel Geld in die Hand genommen wie noch nie. Als Rangnick Kampl 2012 von Aalen nach Salzburg lotste, kostete der Spielmacher gerade 350.000 Euro. Fünf Jahre später zahlte RB Leipzig nun 17 bis 18 Millionen plus zwei Millionen Euro an möglichen Bonuszahlungen an Bayer Leverkusen. Rangnick erklärt, weshalb er nicht nur die Altersgrenze für Transfers, sondern auch die finanziellen Grenzen anhob, um den Blondschopf zurückzuholen.

Obwohl Kampl bereits 26 Jahre alt ist, glaubt Rangnick noch an eine Steigerung von dessen Marktwert. Der Sportdirektor von RB Leipzig ist davon überzeugt, „dass Kevin noch einiges an Entwicklungspotenzial hat und noch lange nicht am Ende seines Leistungsvermögens angekommen ist. Es gilt in den nächsten Monaten dafür zu sorgen, dass sein Marktwert noch zunimmt”, so der Manager.

Rangnick über Kevin Kampl: „Seine anarchische Art zu spielen”

„Was ich an Kevin vor allem schätze, ist seine anarchische Art Fußball zu spielen”, betonte Rangnick. Auch die RB-Spielphilosophie stehe für das „organisierte Chaos”. Diese Unordnung soll der „Unterschiedspieler” (Rangnick) Kampl nun auch für Leipzig in der gegnerischen Hälfte stiften. „Wir setzen darauf, dass wir ihn hier sehr schnell wieder zu einem solchen Spieler machen können”, so der 59-Jährige.

Trainer Ralph Hasenhüttl sieht Kampl vor allem als Spielmacher auf der rechten Seite – im Wechselspiel mit Marcel Sabitzer. Kampl selbst sagt: „Ich glaube, dass mir diese Position sehr gut liegt, zumal ich so mehr ins Zentrum rücke, wo ich meine Stärken beim letzten Pass ausspielen kann.” Doch laut dem Chefcoach könne Kampl auch auf der Sechs spielen. „Ich habe bei Bayer in den letzten zwei Jahren defensiv dazugelernt”, sagt er.

Hasenhüttl über Kevin Kampl: „In der Spitze besser machen“

Und es ist sogar denkbar, dass RBL mit dem 26-Jährigen auch mal seine Grundordnung auf 4-3-3 umstellt. In dieser Formation könnte Kampl als Achter neben Naby Keita eingesetzt werden. „Er ist von seiner Variabilität und seiner Kenntnis unseres Spiels her ein super Transfer, der uns in dieser intensiven Zeit super weiterhelfen wird.” Hasenhüttl schätzt vor allem Kampls Stärken in Eins-gegen-Eins-Situationen sowie Zug zum Tor und hohes Tempo. „Ich erwarte, dass er uns nicht nur in der Breite, sondern auch in der Spitze besser macht.”


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