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Ralf Rangnick über die Entwicklung von RB Leipzig in Europa

Nach 29 Jahren kommt mit dem AS Monaco wieder in internationaler Gegner nach Leipzig. RB-Sportdirektor Ralf Rangnick sprach beim ZDF über die steile Entwicklung der vergangenen Jahre und der näheren Zukunft.

Lok Leipzig zuletzt 1988 gegen SSC Neapel

Nach den K.O.-Spielen von Lok Leipzig 1988 gegen den SSC Neapel gab es keine internationale Spiele mehr in der Messestadt, was das heutige Duell besonders historisch macht. René Müller war damals Kapitän der Mannschaft von Lok Leipzig. Und der wollte die Mannschaft des Gegners nicht nur auf den Star Diego Maradona reduzieren. „Es war eine Mannschaft gespickt mit vielen Brasilianern. Das war keine Laufkundschaft, da waren die Leute elektrisiert“, so Müller im ZDF. Den FC Bayern und VfB Stuttgart räumte Neapel schließlich auch aus dem Weg, bevor man den Titel gewann. Dass Leipzig es ohne den Großsponsor aus Österreich wieder geschafft hätten, hält Müller für unrealistisch. „Man kann zu dem Verein stehen, wie man will, aber ohne Red Bull wäre das in dieser Zeit nie gelungen.“

Rangnick: „Besonderer Tag für die Stadt Leipzig und die Region“

Für Ralf Rangnick spielt die Fußballtradition der Stadt Leipzig in der Vorbereitung auf die Rückkehr nach Europa weniger eine Rolle. „Trotzdem ist es für die Stadt ein besonderer Tag für die gesamte Region. Dass wir es in so kurzer Zeit geschafft haben, wieder international mitspielen zu dürfen.“ Schließlich war das weder abzusehen, noch planbar. „Damals wäre man froh gewesen, wenn man in dem Zeitfenster in der Bundesliga ankommt.“ Dass dann doch beide Ziele deutlich früher erreicht wurden, sei die größte Überraschung, zumal viele Spieler des Kader schon in der zweiten Liga dabei waren. Dabei sei die Leistung des Trainerstabs nicht hoch genug anzurechnen. „Ralph hat zusammen mit seinem Stab ganz außergewöhnliches geleistet.“ Rangnick sei sehr nah dran und sehe die Verpflichtung als absoluten Glückgriff.

Ansprüche steigen bei RB Leipzig

Ebenso wichtig ist mittlerweile Timo Werner, der sich seit Monaten in Topform präsentiert. Aus dessen Tief in Stuttgart heraus und mit dem steilen Aufstieg bei RB Leipzig qualifiziert er sich gerade auch für höhere Aufgaben. Seine eigene Zukunft ließ er betont in alle Richtungen offen. Rangnick „Im Moment ist er perfekt aufgehoben bei uns, wie alle anderen Spieler auch.“ Was in drei Jahren ist, könne niemand sagen. Aber auch bei RB Leipzig werden die Ansprüche noch steigen. „Natürlich müssen wir uns auch weiterentwickeln, wenn wir im Konzert der großen mitspielen wollen“, so der RB-Sportdirektor zu einem möglichen Anstieg der Gehälter. Naby Keita zu halten war aus finanzieller Sicht bereits schwierig geworden.

 

 


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