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Daniel Baier entschuldigt sich – DFB-Ausschuss ermittelt

Gesprächsthema Nummer eins nach der Niederlage von RB Leipzig gegen den FC Augsburg ist nicht das Gegentor oder die neun Wechsel in der Startelf. Daniel Baier provozierte ungeahndet vom Schiedrichter RB-Coach Ralph Hasenhüttl, der sich wie selten aus der Fassung bringen ließ. Nun ermittelt der DFB wegen „krass sportwidrigen Verhaltens“.

Daniel Baier provoziert Ralph Hasenhüttl

Was war passiert? Unbemerkt von den Fernsehkameras und Offiziellen ging der Kapitän der Ausburger in Sichtweite zum Trainerteam von RB Leipzig auf die Knie. Dann spuckte er aus und zeigte Ralph Hasenhüttl, wie man onaniert. Unklar, was genau diese Geste dem RB-Trainer bedeuten soll, respektlos in jedem Fall. Baier gab später an, er habe Hasenhüttl bedeuten wollen, nicht jede Situation am Rand zu kommentieren. Seine Erklärung zur Szene wird ihn vor eventuellen Folgen nicht bewahren.

DFB-Kontrollausschuss leitet Ermittlungen ein

Denn wir der DFB am Mittwoch bekannt gab, hat der Kontrollausschuss ein Ermittlungsverfahren gegen Daniel Baier eingeleitet: „Der Spieler steht unter Verdacht, sich im Bundesligaspiel zwischen Augsburg und RB Leipzig am gestrigen Dienstag eines krass sportwidrigen Verhaltens in der Form eines unsportlichen Verhaltens schuldig gemacht zu haben.“

RB Leipzig schlägt Entschuldigung aus

Der Kontrollausschuss des DFB kann nur nachträglich ermitteln, wenn der Schiedsrichter die betreffende Szene nicht gesehen und damit auch noch nicht bewertet hat. Daniel Baier wurde informiert und soll nun eine Stellungnahme abgeben. In einem ersten Interview nach dem Spiel hatte er bereits erklärt, einen Fehler gemacht zu haben. Ralph Hasenhüttl hatte ihm zuvor den Handschlag verweigert. „Er wollte sich nicht entschuldigen“, so der RB-Coach. Daniel Baier stieß anschließend erneut taube Ohren, als er sich nochmal in der Kabine entschuldigen wollte. In Anbetracht des Punktverlust hatte man bei RB Leipzig allerdings andere Sorgen und verwehrte dem Augsburger eine Aussprache, wie die Bild weiß.

Persönliche Erklärung von Daniel Baier

Deswegen veröffentlichte Daniel Baier heute nochmals eine persönliche Aussage per Instagram, in der er sich entschuldigt. „Dabei bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass ich in einer Szene meiner Vorbildfunktion als Kapitän des FCA nicht gerecht geworden bin. Aus der Emotion heraus habe ich mich zu einer Geste hinreißen lassen, von der ich selbst nicht weiß, wie ich dazu komme.“ Ausdrücklich habe er das auch bei seiner eigenen Mannschaft getan, weil der Sieg so in den Hintergrund trat.

Nach dem gestrigen Spiel habe ich in der letzten Nacht kein Auge zugetan, mir auch die Zusammenfassungen unseres Spiels angesehen und mir viele Gedanken gemacht. Dabei bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass ich in einer Szene meiner Vorbildfunktion als Kapitän des FCA nicht gerecht geworden bin. Aus der Emotion heraus habe ich mich zu einer Geste hinreißen lassen, von der ich selbst nicht weiß, wie ich dazu komme. Dafür entschuldige ich mich bei all denjenigen, die dies als Beleidigung aufgefasst haben. Ich habe mich heute vor dem Training auch bei unserer Mannschaft entschuldigt, weil nun meine sinnlose Geste die tolle Leistung der Mannschaft in den Hintergrund rücken lässt. Ich hoffe, dass auch die Verantwortlichen von RB Leipzig nach einer Nacht anders denken, nachdem ich bereits auf dem Platz und auch später in der Leipziger Kabine versucht habe, mich zu entschuldigen und das Missverständnis aus der Welt zu räumen. Liebe Grüße Daniel

Ein Beitrag geteilt von Daniel Baier (@danibaier10) am

DFB bestrafte Gesten hart

Trotzdem könnte er gesperrt werden, wenn der DFB seine Stellungnahme angehört hat. Denn ähnliche gestische Provokationen waren auch in der Vergangenheit schwer geahndet worden. Im März 2016 musste Papy Djilobodji, damals beim SV Werder Bremen, für eine Kopf-ab-Geste zwei Spiele aussetzen. Deniz Naki vom FC St-Pauli musste sogar drei Mal pausieren, als er mit der gleichen Geste das Publikum bedachte.


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