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Peter Gulacsi nach harter Zeit von Fanunterstützung gerührt

Seit 2015 ist Peter Gulacsi Spieler bei RB Leipzig. Zuletzt gab es bei der Niederlage im Elfmeterschießen gegen Bayern München im DFB-Pokal erstmals „Gulacsi“-Rufe aus dem Publikum für den Keeper. Das habe ihn sehr gerührt, bekennt der Ungar im Interview mit der LVZ (Print).

„Das war sehr emotional und hat mir und meiner Frau sehr viel gegeben. Diana hatte auf der Tribüne Tränen in den Augen“, erklärt er dazu. „Ich weiß auch, dass es für die Fans nicht einfach war, dass ich den Platz von Fabio Coltorti bekommen habe. Fabio ist und bleibt eine Legende. Wir haben ein besonderes Verhältnis zueinander, er ist ein wunderbarer Mensch.“

Schwere Anfangszeit für Peter Gulacsi bei RB Leipzig

Für Peter Gulacsi sei es vor allem zu Beginn seiner Zeit bei RB Leipzig sehr schwer gewesen. „Ich kam mit einer Rotsperre, hatte keine Chance, mir einen Stammplatz zu erarbeiten. Als die Sperre abgelaufen war, hatte der Coach keinen Grund zu wechseln. Fabi hat gut gehalten, wir hatten Erfolg. Es war das härteste halbe Jahr meiner Karriere.“

In der Rückrunde 2015/2016 übernahm Gulacsi dann wegen einer Coltorti-Verletzung die Nummer 1. Danach sei es auch nicht leicht gewesen, beim Aufstiegsspiel zur Bundesliga gegen Karlsruhe wieder auf der Bank zu sitzen. Ralf Rangnick hatte damals Fabio Coltorti den Vorzug gegeben. „Es war eine Bauchentscheidung, sagte er mir. An dem Tag wurde ich 26. Ich hatte schon schönere Geburtstage. Wir sind zwei Tage später in die Bundesliga aufgestiegen – alle zusammen.“

Peter Gulacsi macht Pause von der Nationalmannschaft

In der Länderspielpause ist der ungarische Nationalkeeper diesmal nicht unterwegs. Er hatte seinem Nationaltrainer abgesagt, um regenerieren zu können. „Wir laufen nicht so viel, müssen aber in jeder Sekunde 100-prozentig konzentriert und bereit sein“, erklärt er die Entscheidung. „Das ist körperlich und mental anstrengend. Ich will auch Mitte Dezember noch topfit sein, muss auf meinen Körper und meinen Kopf achten. Die Länderspielpause tut mir gut.“

Für die nächsten Wochen weiß Peter Gulacsi, dessen Vorbild Edwin van der Saar ist, dass man in Monaco gewinnen muss, um in der Champions League noch eine Chance zu haben. Allerdings „steht die Liga über allem. Aber wenn man dort ein Jahr lang alles gibt, um sich international zu qualifizieren, will man dann auch möglichst lang dabei sein.“


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