Seite neu laden
-

Ibrahima Konaté: „Ich habe Fortschritte gemacht, deswegen darf ich spielen“

Beim Rückspiel in acht Tagen könnte Ibrahima Konaté gemeinsam mit Dayot Upamecano in der französischen Heimat als Innenverteidiger-Duo auflaufen. Vor dem Heimspiel gegen Olympique Marseille stand er neben Ralph Hasenhüttl Rede und Antwort.

Ibrahima Konaté wird immer wichtiger für RB Leipzig

Seine Situation darf man gerne als außergewöhnlich bezeichnen. Denn Ibrahima Konaté kann mit seinen 18 Jahren davon ausgehen, dass er morgen im Viertelfinale der Europa League von Beginn an spielen wird. Ein Ausdruck der Jugendphilosophie von Ralf Rangnick bei RB Leipzig, aber auch des Vertrauens von Ralph Hasenhüttl. Und dass das gerechtfertigt ist, weiß auch „Ibu“, wie er in der Mannschaft genannt wird. „Ich habe Fortschritte gemacht, das hat der Trainer gesehen. Deswegen darf ich jetzt spielen“, sagt er selbstbewusst. Und verspricht, weiter hart zu arbeiten, wie sich das für einen Jungprofi gehört.

Dayot Upamecano als Kumpel und Vorbild

Denn Fehler passieren, das durfte man auch bei Dayot Upamecano beobachten. Der bekam zu Anfang seine Chancen trotz kleinerer Wackler. „Sie haben einen ähnlichen Weg hinter sich. Dayot Upamecano ist vielleicht ein Stück weiter vorne“, so Hasenhüttl, „aber auch für Ibrahima Konaté kommen jetzt die Spiele, wo sich zeigt, wie weit er ist.“ An so einem nahen Vorbild fällt es leicht, sich zu orientieren. „Wir haben uns sofort gut verstanden, kommen aus dem gleichen Umfeld. Er hat mir viel geholfen, bei RB Leipzig anzukommen“, so Konaté über seinen Abwehrpartner. „Er ist ein großartiger Spieler, das hilft uns auf dem Platz. Trotzdem muss ich sagen, wir waren nie perfekt.“ Solange die Erwartungshaltung nicht zu groß ist, kann die Unbekümmertheit ihm helfen. Daher sei auch die gute Laune im Abschlusstraining wichtig, „damit sich der Druck nicht zu früh aufbaut. Es reicht, wenn er vor dem Spiel da ist.“

Keine Angst vor Olympique Marseille

Und gegen die Franzosen wird es nicht einfach, dass weiß er auch. Obwohl er sich einen leichten Vorteil aufgrund der Verletztenliste des Gegners ausmalt. „Wir wissen, dass es eine großartige Mannschaft ist mit großen Spielern wie Luiz Gustavo oder Dimitri Payet mit großer Erfahrung.“ Besonders das Rückspiel im Stade Velodrom werde „eine ganze Ecke schwieriger“, denn er kennt die Fans aus Marseille. Und er kennt auch Boubacar Kamara, mit dem er sich gleich nach der Auslosung austauschte. „Sie haben keine Panik, aber sie kennen uns und wissen, dass es gegen uns nicht einfach wird“, so heißt es von der französischen Seite.

Sollten Konaté und Upamecano auch in der Heimat wieder gemeinsam agieren, macht sich der RB-Coach keine Sorgen, dass sie nervöser sein könnten, als sonst. „Man versteht vielleicht besser, wenn man beschimpft wird. Aber das können die Jungs gut wegstecken. Ich glaube, die Qualität ist entscheidend.“ Und die haben sie bislang sehr gut beweisen können. „Ich weiß nicht, wo ihre Limits sind“, so Hasenhüttl. Erstmal wartet aber das Hinspiel.